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Kunst am Kai startet in die dritte Saison

Lübeck Kunst am Kai startet in die dritte Saison

Das Lübecker Musikfestival beginnt am 2. Juli mit einem Friedensoratorium und bietet bis Ende September hochkarätige Konzerte.

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Noch wartet der Hafenschuppen C auf die dritte Auflage von „Kunst am Kai“. Gabriele Pott steckt in den Proben.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck. Lübeck. Noch klingt das Hansekultur-Festival bei vielen Lübeckern und Gästen nach, da warten schon die nächsten Musik-Feste: Am 2. Juli beginnt, zeitgleich mit dem Schleswig-Holstein Musikfestival, die dritte Auflage von Kunst am Kai. Bis zum 25. September sind im Hafenschuppen C hochkarätige Musikveranstaltungen zu erleben. Opulent startet die Musikreihe mit dem Oratorium „The Peacemakers“ von Karl Jenkins – eine Uraufführung in Lübeck. Gabriele Pott, Künstlerische Leiterin und Initiatorin von Kunst am Kai, bringt für dieses Werk mehr als 200 Sänger aus über zehn Chören, verschiedene Solisten, das Festival-Orchester, eine orientalische Band und junge Tänzerinnen auf die Bühne.

Zu Beginn werden die berühmten Jesus-Worte „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen“ musikalisch dargestellt, um danach kulturelle Grenzen zu überschreiten: Das Wort „Frieden“ wird in verschiedenen Sprachen von Vertretern unterschiedlicher Religionen gesungen. Es folgen vertonte Zitate von Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts wie Anne Frank, Gandhi, Martin Luther King, Mutter Teresa und dem Dalai Lama. In vielen Sprachen erklingt zum Schluss der Leitgedanke des Oratoriums mit den Worten von Rumi, einem persischen Mystiker des 13. Jahrhunderts: „Alle Religionen singen das eine Lied: Möge Frieden mit Dir sein.“

Eine eindrucksvolle Kostprobe dieses Werkes gaben die Sänger bereits beim Hansekultur-Festival auf der Bühne am Koberg. Neben den Chorsätzen mit mächtigem Klang und großen Gefühlen wirkt die „Meditation“ – gesungen von der jungen Lübecker Sopranistin Alina Salomon – beinahe intim und berührend.

Zu den weiteren Höhepunkten gehört die Jugendoper „Gestrandet oder: Was wird aus meinen Träumen?“ mit Orchester, Solisten und einem Kinderchor, zu erleben vom 3. bis 9. September. Das berühmteste Oratorium der Musikgeschichte, „Der Messias“ von G. F. Händel, setzt in modernem Gewand am 24. und 25. September den Schlusspunkt des Festivals: Mit der Lübecker Singakademie und Gastsängern unter der Leitung von Gabriele Pott sind mehr als 200 Mitwirkende auf der Bühne.

Gastkonzerte der Lübeck Pop Symphonics, des Schleswig-Holstein Musik Festivals, des Tanztheaters Wandelbar sowie ein Schlafkonzert, bei dem man tatsächlich einschlummern darf, sorgen für weitere Akzente. Und nicht zuletzt gehört zur Kunst auch Kulinarik am Kai: Ein Café der Kulturen lädt zum Schlemmen und Schwatzen ein.

Weitere Infos und Tickets: www.kunst-am-kai.de oder Gabriele Pott, 0451/58 21 606

LN

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