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Kultur im Norden Kunst darf das
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20:29 02.01.2014
Lächerlich: Jonathan Meese beim Auftritt in Mannheim. Quelle: dpa
Ahrensburg

Hitlergruß und Hakenkreuz in einem Mannheimer Theaterauftritt des Künstlers Jonathan Meese bleiben ohne juristische Konsequenzen.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim stellte ihre Ermittlungen gegen den 43-Jährigen aus Ahrensburg ein. Meese hatte die Nazi-Symbole in einer Performance während der Internationalen Schillertage verwendet.

Die Grenzen der Kunstfreiheit seien dabei nicht überschritten worden, teilte die Behörde in Baden-Württemberg gestern mit. Zudem habe Meese den Hitlergruß „in den Bereich des Lächerlichen gezogen“ und nicht den Eindruck einer Identifikation erweckt, erklärte Oberstaatsanwalt Andreas Grossmann. Aus diesen beiden Gründen sei der Tatbestand von Paragraf 86a des Strafgesetzbuchs nicht erfüllt. Dieser stellt die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter Strafe.

Im August 2013 hatte das Amtsgericht Kassel Meese in einem ähnlichen Fall freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft dort legte zunächst Revision gegen das Urteil ein, zog diese dann aber zurück.

LN

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