Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / -2 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Kunst in dritter Generation

Lübeck Kunst in dritter Generation

Der Hamburger Maler Karsten Becker stellt 21 Ölgemälde und Bleistiftzeichnungen in der Galerie „EL“ aus.

Voriger Artikel
Geben und Nehmen auf Wikipedia
Nächster Artikel
Nils Landgren: Der Mann der roten Posaune

„Nachricht“ heißt dieses Ölgemälde, das dem Hamburger Künstler Karsten Becker ganz besonders am Herzen liegt.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck. Eigentlich konnte aus Karsten Becker gar nichts anderes werden als ein Maler. Schon sein Großvater war ein erfolgreicher Künstler, auch sein Vater lebte von der Malerei. „Aber ich wollte mir keine prekäre Existenz aufbauen und habe deshalb erst einmal etwas Vernünftiges gemacht“, erzählt der Hamburger, der jahrelang als Architekt tätig war. Nun ist er Pensionär und lebt den Traum des Malers. In Hamburg hat Karsten Becker ein Atelier. Einige seiner Bilder stellt er nun in der Lübecker Galerie „EL“ in der Hüxstraße aus.

Zu sehen ist eine Vielfalt aus Ölgemälden und Bleistiftzeichnungen. Viele der Bilder sind über Jahre gereift, so wie das Lieblingsbild von Karsten Becker, das den Titel „Nachricht“ trägt. Es zeigt eine Frau, die etwas vorliest. Hinter ihr steht eine Männerbüste, der Raum besteht aus Farben und Formen, die Raum für eigene Phantasien lassen. „Die Bilder dürfen nichts zu Ende erzählen“, sagt Becker, „die Geschichten sollen im Kopf des Betrachters weitergehen.“

Seine Bilder haben schon viel erlebt. Der Maler hat sie ergänzt, verändert und oft sogar ganz übermalt. Sein Werk „Zwei Stäbe“ beispielsweise war eigentlich ein ganz anderes Bild. „Dann habe ich es transparent übermalt und Stabmotive hinein gesetzt“, erzählt Becker. Die starke Fokussierung auf die geometrischen Figuren fasziniert ihn, die Stäbe sind in gleich vier Werken in der Ausstellung zu sehen. Karsten Becker malt nur mit Hilfe von Fotos. Mal liegt ein Bild mit dem Elbhochwasser vor ihm, dann eine idyllische Landschaft auf den Lofoten. „Ich habe noch nie eine Person direkt vor mir gehabt, die ich gemalt habe“, erzählt er, „oft inspiriert mich ein Bild, dann nehme ich es als Vorlage.“ So wie eine Fotografie von Albert Watson, die eine afrikanische Schönheit mit Kopftuch und Perlenohring zeigt. In Beckers Ausstellung ist sie nun auf einem Ölgemälde in stimmungsvollen Grüntönen zu sehen. Und Becker hat noch mehr geplant: „Ich versuche gerade, abstrakte Bilder zu malen.

Aber die müssen noch ein wenig reifen, bevor ich sie ausstellen kann.“

Die Werke von Karsten Becker sind bis zum 5. März in der Galerie „EL“, Hüxstraße 72, zu sehen. Geöffnet ist donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 16 Uhr.

mwe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur im Norden

LIVE: Reden Sie über Ihren Kultur-Abend

Wie war die Theaterpremiere? Wie ist die Stimmung bei der 90er Party? Wie hat Ihnen das Konzert gefallen? Hier unterhält sich Lübeck und die Region über Kultur und Szene!

Bitte beachten Sie: Dieser Chat wird nicht regelmäßig moderiert. Bitte verhalten Sie sich daher so, wie Sie es auch im persönlichen Gespräch tun würden. Schreiben Sie uns eine Mail, wenn Ihnen Inhalte auffallen, die hier nicht stehen sollten.