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Kunst und Musik beim Dockville- Festival

Kunst und Musik beim Dockville- Festival

Hamburg. „Anders als auf großen Musikfestivals, bei denen es darum geht, in kurzer Zeit so viel wie möglich zu konsumieren, steht hier das kollektive Erlebnis ...

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„Nichts ist lustiger als die Realität“

La Brass Banda aus Bayern bringt Skapunk und „Gypsy Techno“ an die Elbe.

Hamburg. „Anders als auf großen Musikfestivals, bei denen es darum geht, in kurzer Zeit so viel wie möglich zu konsumieren, steht hier das kollektive Erlebnis an erster Stelle“, schrieb das Kunstmagazin „Art“ einst über das MS Dockville. Seit 2007 findet das Musik- und Kunstfestival am Reiherstieg im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg seine Fans. Morgen startet es wieder.

Bei der 11. Auflage sind Bands aus unterschiedlichsten Genres zu sehen. Die grummelnde, an Nick Cave erinnernde Whiskystimme von Frontmann Henning May ist das Aushängeschild der Kölner Band Annenmeykantereit. Zwischen Blues, Elektronik und Dubstep bewegt sich der Brite Archy Marshall alias King Krule. Mit dem Zusammenschluss der Bands Apparat und Modeselektor begann 2002 der Aufstieg der Berliner Elektroformation Moderat. Der deutsche Rap wird durch den afghanischstämmigen SSIO und den Deutschfranzosen Maxim Richarz alias Maxim repräsentiert. Mit avantgardistischem Frickelsound und Hiphop-Beats wartet Flume aus Australien auf. Mit Mandolinen und Tamburins garnieren die Mighty Oaks ihren Folksound. La Brass Banda aus Bayern sorgen fernab jeglicher Volkstümelei für eine schweißtreibende Kombination aus Blechbläsern, Skapunk und „Gypsy Techno“.

Das MS Dockville wäre nichts ohne seine Kunstprojekte innerhalb des MS Artville. Wer sich mit der „Evolution“ befassen möchte, kann die ausgeklügelten Graphiken des Russen Artur Parutkin bewundern, in denen eine neue digitale Spezies beschworen wird. Der Franzose Benedetto Bufalino stellt ein Polizeiauto auf den Kopf und transformiert dieses in ein Barbecue. Das Berliner Graffiti-Kollektiv „Rocco und seine Brüder“ hingegen will „das Erleben und Schaffen von autonomer Kunst und der Annektion von Raum in sozio-politischen Kunstaktionen und satirischen Werken“ festhalten.

Alexander Bösch

Dockville-Festival: 18. bis 20. August, Hamburg- Wilhelmsburg www.msdockville.de

LN

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