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„Leine lassen“, sagt Kai-Uwe Meyer

Lübeck „Leine lassen“, sagt Kai-Uwe Meyer

O hne Nähe zum Meer könnte ich nicht leben, deshalb ist für mich das Internationale Maritime Museum von Peter Tamm in der Hamburger Hafencity der beste ...

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Kai-Uwe Meyer (56) führt seit 30 Jahren den Lübecker Musikclub „Rider‘s Café“ mit jährlich 40 bis 50 Live-Konzerten und regelmäßigen DJ-Partys. Im Sommer ist Meyer für seine Bootsvermietung „Rider‘s Classic Charter“ oft an Bord der Trawleryacht „Jonny“ auf der Ostsee unterwegs.

Quelle: Lutz Roeßler

Lübeck. O hne Nähe zum Meer könnte ich nicht leben, deshalb ist für mich das Internationale Maritime Museum von Peter Tamm in der Hamburger Hafencity der beste Ausflugs-Tipp bei schlechtem Wetter — ein Muss für meer- und hafenverbundene Menschen. Die Sammlung zur Schifffahrts- und Marinegeschichte ist so riesig — ich kann Stunden da zubringen. Auf den neun Themen-Decks zu Navigation, Schiffbau, Marinemalerei, moderne Seefahrt usw. gibt‘s immer noch wieder was Neues zu entdecken. Man kann sogar selbst mal am Ruder eines großen Kahns stehen und zum Beispiel ein Containerschiff in den Hafen manövrieren. Natürlich nur im Schiffsführungssimulator, ist ja klar!

Musikalisch ist in Rider‘s Café so viel in den letzten 30 Jahren zusammen gekommen, dass ich gern auf das schaue, was kommt: Der Ritt durch das kommende Programm ist wie gehabt eine Freude. Viele meinen, dass es ein schneller Weg ist, im Musikgeschäft reich und berühmt zu werden, es bedeutet aber in erster Linie Disziplin und Arbeit, Fans zu pflegen. Am 19. Februar kommt Christian Steiffen mit seinen genialen Schlagerparodien ins Rider‘s, Ost+Front (am 26. Februar) spielen harten deutschen Rock und stecken mit ihrer gigantischen Bühnenshow locker Rammstein in die Tasche. B-tight (am 27. Februar), einer der Gründer des Plattenlabels Agro Berlin, rappt großartig, er steht für die Geschichte der Berliner Rap-Untergrund-Kultur und ist aktuell auf bestem Weg in die Charts. Ich freu mich einfach auf alle Konzerte sowie gute DJ‘s.

Lesenwert finde ich aktuell, das Buch von Sarah Bosetti „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ . Mein Tipp: Sich mit dem Partner — statt abends vorm Fernseher zu hocken — aufs Sofa setzen und sich das Buch abwechselnd nach Kapiteln gegenseitig vorlesen; das Lachen dabei ist garantiert.

Wenn man so wie ich Südfrankreich liebt, lohnt es sich auf jeden Fall, die Verfilmung der Kindheitserinnerungen von Marcel Pagnol auf DVD anzusehen. Der französische Schriftsteller (1895-1974) ist in der Provence aufgewachsen. Die Literaturverfilmungen von Regisseur Yves Robert „Der Ruhm meines Vaters“ und „Das Schloss meiner Mutter“ gibt es als Doppel-DVD. Bei all der Action, den Nachrichten in der Welt, die jeden Blockbuster übertreffen, einfach mal abschalten in der Provence aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts.

Ganz besonders freue ich mich auf eine Lesung mit einem lieben, guten Bekannten, Helge Timmerberg, der sein neues Buch im Club Übel + Gefährlich in Hamburg am 15. März vorstellt: „Meine rote Olivetti“ . Geliebt, gelitten und ziemlich scharf geritten — das ist sein Resumee mit Anfang 60. Eine spannende Lesung über die Motorrad-Weltreise eines Autors unter dem Künstlernamen Krad-Vagabunden gibt es auch am 17. April im Rider‘s Café: Licht- und Schattenseiten einer Weltreise .

LN

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