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Leipziger Buchmesse mit Besucherplus

Leipzig Leipziger Buchmesse mit Besucherplus

. Die Leipziger Buchmesse hat zur Halbzeit mehr Besucher gezählt als im Vorjahr. An den ersten beiden Messetagen seien rund 75 000 Gäste gekommen, teilten die Veranstalter mit.

Leipzig. . Die Leipziger Buchmesse hat zur Halbzeit mehr Besucher gezählt als im Vorjahr. An den ersten beiden Messetagen seien rund 75

000 Gäste gekommen, teilten die Veranstalter mit. 2015 waren es zur Halbzeit 71000 Besucher. Die Leipziger Buchmesse hat noch bis zum morgigen Sonntag geöffnet. Mehr als 2200 Verlage aus 42 Ländern präsentieren ihre Neuheiten.

Bestandteil der Buchmesse sind auch die Manga-Comic-Con sowie die Antiquariatsmesse. Begleitet wird die Bücherschau vom Lesefestival „Leipzig liest“, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Dabei kommen Autoren mit ihren Lesern in Kontakt. Insgesamt erwarteten die Veranstalter zum Frühlingstreffen der Branche wie im Vorjahr rund 250 000 Besucher.

Schwerpunktthema der Messe ist in diesem Jahr die Flüchtlingsbewegung und deren Herausforderung an die Gesellschaft. Dazu gibt es ganze Reihe von Veranstaltungen in einem „Denk-Raum“. Der vom EU-Gipfel erhoffte Flüchtlingsdeal mit der Türkei wird auch in Leipzig kontrovers diskutiert und kritisiert. Dies sei Menschenverschieberei, sagte die Berliner Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot.

Auch gestern wurden auf der Messe wieder Preise verliehen. Der Berliner Verlag Ch. Links wurde mit dem Kurt-Wolff-Preis 2016 geehrt. Mit der mit 26 000 Euro dotierten Auszeichnung will die Kurt-Wolff-Stiftung unabhängige Verlage fördern. Ch. Links sei ein Verlag, der sich schon immer eingemischt habe und das auch in Zukunft tun werde, hieß es zur Begründung.

Zum „Lesekünstler des Jahres“ wurde der Kinderbuchautor Salah Naoura („Hilfe! Oma kommt zurück!“) gekürt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verlieh die Auszeichnung. „Salah Naouras Lesungen sind warmherzig und voll liebenswürdigem Witz. Er experimentiert mit seiner Stimme und lässt so die Figuren seiner Bücher lebendig werden“, hieß es in der Begründung der Jury. Der Autor wurde 1964 in Berlin geboren, wo er auch lebt.

An diesem Wochenende werden noch einmal zahlreiche Autoren zu Lesungen und Gesprächen erwartet, darunter Thea Dorn („Die Unglückseligen“) und Benedict Wells („Vom Ende der Einsamkeit“). Auch Frank Witzel, Träger des Deutschen Buchpreises 2015, kommt heute nach Leipzig.

LN

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