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Lesewettbewerb ohne klaren Favoriten

Klagenfurt Lesewettbewerb ohne klaren Favoriten

Ingeborg-Bachmann-Preis wird heute vergeben.

Klagenfurt. Mit Erzählungen über private Tragödien, postapokalyptische Szenarien und einen pubertierenden Jungforscher gingen die Lesungen um den Ingeborg-Bachmann-Preis gestern zu Ende. In dem dreitägigen Wettbewerb in Klagenfurt konnte sich noch kein klarer Favorit durchsetzen. Von der Jury gab es viel Lob, aber auch viel Kritik für die bisher unveröffentlichten Texte der Autoren.

Hannah Dübgen präsentierte in „Schattenlider“ einen Text über eine junge Frau, die ein Kind ohne Augäpfel zur Welt bringt. Mit ihrer Erzählung fiel die deutsche Autorin aber bei der Jury durch.

Ebenfalls viel Kritik einstecken musste Nikola Anne Mehlhorn mit ihrem Romanauszug „Requiem der Vierzigjährigen“. Für Jurorin Meike Feßmann war der Text „komplett verunglückt“.

Wesentlich besser kam Roman Ehrlichs „Das kalte Jahr“ an, auch wenn der etwas unheimliche Romanauszug viele Fragen offen ließ. Für den Juror Paul Jandl wurde ein postapokalyptisches Szenario geschildert, bei dem die Welt auf Null gestellt wurde. Autor Benjamin Maack präsentierte die Geschichte eines pubertierenden Käfersammlers. Für „Wie man einen Käfer richtig fängt“ von Joachim Kaltenbach bekam Maack große Zustimmung von der Jury.

Nach 14 Lesungen werden heute die Preisträger ermittelt. Insgesamt werden fünf Preise im Gesamtwert von 54 500 Euro vergeben. 3sat überträgt ab 11 Uhr live.

LN

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