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Kultur im Norden Liebäugeln mit dem Titel „Landesmuseum“
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Liebäugeln mit dem Titel „Landesmuseum“
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20:30 25.10.2013
Noch ist das Museum in einer ehemaligen Schule untergebracht.
Schönberg

Das Volkskundemuseum in Schönberg existiert seit mittlerweile 110 Jahren. Was gäbe es da ein schöneres Geschenk, als den Titel „Landesmuseum“? Die stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss jedenfalls signalisierte, dass der Landkreis Nordwestmecklenburg das Museum und den Förderverein auch in Zukunft unterstützen möchte. „Ihr Museum ist ein Juwel für die Stadt, den Landkreis und das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Ausstellung stellt eines der wichtigsten Zeugnisse der Landesgeschichte dar“, sagte Weiss.

Nicht nur die 110 Jahre des Volkskundemuseums sind ein Grund zum Feiern, auch der zehnte Geburtstag des gemeinnützigen Trägervereins. Beides nehmen der Vereinsvorsitzende Klaus-Peter Räsenhöft und Museumsleiter Olaf Both zum Anlass, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Klaus-Peter Räsenhöft erinnerte daran, dass das Museum auf die Sammlung des „Alterthumsvereins für das Fürstenthum Ratzeburg von 1901“ zurückgeht. Seit 1903 wurden so Gegenstände des Alltags, Trachten und auch Kunstgegenstände bis heute bewahrt. Der Vorsitzende wies auch darauf hin, dass eine Inventarisierung des Bestandes erst mit dem neuen Museumsleiter Olaf Both professionell begonnen wurde.

Olaf Both ging auf nicht so erfreuliche Punkte ein. So erwähnte er die herausragende Textilsammlung des Museums, die alleine 130 verschiedene Brusttücher beinhaltet, zu der aber auch etliche wertvolle Trachten aus Mecklenburg und dem früheren Fürstentum Ratzeburg zählen. „Sie werden teilweise hier in den Schränken neben ihnen gelagert, was nicht optimal ist“, sagte Both und wies auf antike Möbel ohne Klimatisierung. Andere Trachten hatten lange auf Drahtgestellen gestanden, die Rost angesetzt hatten. Sie wurden in einem studentischen Projekt im vergangenen Jahr auf Museumsfiguren umgesetzt, sodass die nun Textilien keinen Schaden mehr nehmen können.

Auch sei durch das Auslagern vieler Teile der Sammlung manches verloren gegangen. „Zumindest wissen wir nicht, wo sie sind. Ich hoffe, im Außendepot noch wichtige Dinge zu finden“, sagt Olaf Both. Er hofft, dass viele der noch vorhandenen Missstände behoben werden, wenn das Volkskundemuseum in das Koch‘sche Haus umzieht.

Inzwischen wurde das Gebäude am Markt außen fast komplett saniert. Die Stadt Schönberg hofft auf weitere Fördermittel, damit die Arbeiten bald weitergehen können. Sobald die Sanierung abgeschlossen ist, sollen für die Ausstellung des Museums entsprechend klimatisierte Räume bereitstehen. Die Zeichnungen dafür gibt es bereits, das Geld fehlt nur noch.

Malte Behnk

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