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Liebe, Leid und ein Bartforscher auf Abwegen

Lübeck Liebe, Leid und ein Bartforscher auf Abwegen

Bevor der Sommer zu Ende geht, meldet sich bereits der Bücherherbst mit seinen Neuerscheinungen.Hier einige der interessantesten Romane.

Lübeck. „Wenig ist uns so vertraut und zugleich so geheimnisvoll fremd wie das Leben der eigenen Eltern“: Das neue Buch von Richard Ford, der eigentlich Sportreporter werden wollte und seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten US-Schriftstellern gehört, ist ein literarisches Memoir. In „Zwischen ihnen“ erzählt Ford, der 1944 in Jackson im US-Bundesstaat Mississippi geboren wurde, über seine Eltern und porträtiert zugleich die USA Mitte des vorigen Jahrhunderts. (Erscheint am 9. August.) Endlich kommt auch der dritte Band der Neapel-Tetralogie von Elena Ferrante heraus. „Die Geschichte der getrennten Wege“ und einer unverbrüchlich erscheinenden Freundschaft spielt in den 1970er Jahren. Lila und Elena sind inzwischen erwachsen. Lila hat Ehe und Wohlstand hinter sich gelassen, arbeitet unter entwürdigen Umständen in einer Fabrik. Elena hat ihren ersten Roman veröffentlicht, in eine angesehene Familie eingeheiratet und ist wie Lila Mutter geworden. (Erscheint am 28. August.) Der vierte und letzte Teil „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ soll Anfang 2018 herauskommen.

Aufstieg und Fall eines skrupellos ehrgeizigen, narzisstischen und mediengewandten Schurken in den USA zeigt Salman Rushdie in seinem Roman „Das Goldene Haus“. Der indisch-britische Meister erfasst nach Angaben des Verlags einen irritierenden Zeitgeist und zeichnet mit größter Erzählkunst ein treffendes Bild unserer heutigen Welt. (Erscheint am 5. September.) Die Schriftstellerin und Lyrikerin Marion Poschmann versetzt laut „FAZ“ „ihre Leser in einen Schwebezustand, in dem wir als glückliche Leuchtpapierkugeln den Orbit ihres Ruhms bilden“. Der neue Roman der 1969 geborenen Autorin heißt „Die Kieferninseln“ und folgt dem Privatdozenten und Bartforscher Gilbert Silvester nach Japan, wo er als Wandermönch den Mond über den Kieferinseln sehen möchte, aber einen Studenten namens Yosa kennenlernt und sich von seinem Plan abbringen lässt. (Erscheint am 11. September.) Ken Follett wird auch in seinem neuen Buch den Erwartungen gerecht. „Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein üppiger historischer Roman, in dem der US-Amerikaner nach „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ wieder in die Geschichte führt. Mitte des 16. Jahrhunderts gibt es eine tiefe Kluft zwischen Katholiken und Protestanten in der englischen Stadt Kingsbridge. Der Glaubensstreit steht auch der Liebe von Ned Willard und Margery Fitzgerald entgegen. (Erscheint am 12. September.) Fast alle kennen Dan Brown, auch wenn viele noch kein Buch von ihm gelesen haben. Das liegt vor allem an den Verfilmungen seiner Bestseller. Mit „Origin“ kommt nun der fünfte Thriller mit Robert Langdon heraus. Auch in seinem jüngsten Werk bleibt der US-Amerikaner seinem Erfolgsrezept treu und verknüpft geheime Codes, Wissenschaft, Religion, Geschichte, Kunst und Architektur miteinander. In „Origin“ wird Forscher Langdon – in bisher drei Hollywood-Blockbustern von Tom Hanks gespielt – mit Fragen der Menschheit konfrontiert und mit einer bahnbrechenden Entdeckung, die diese Fragen beantworten könnte, so die Verlagswerbung. (Erscheint am 4. Oktober.) Die Freunde seiner Bücher fiebern dem Abschluss seiner Tetralogie entgegen. In einigen Monaten erscheint nun Joachim Meyerhoffs neuer Roman, ein Buch über sein Liebesleben („Die Zweisamkeit der Einzelgänger“). Der Erzähler ist nach dem Schauspiel-Studium in der Provinz gelandet. Dort trifft er Hanna, die erste große Liebe seines Lebens. Wenig später tritt die Tänzerin Franka in sein Leben und dann auch noch die Bäckersfrau Ilse. Wie die Sache ausgeht, ist ab dem 9. November zu erfahren.

Ihr Roman „Unterleuten“ steht seit fast einem Jahr auf der Bestsellerliste. Nun bringt Thomas- Mann-Preisträgerin Juli Zeh bereits ihr nächstes Buch heraus. „Leere Herzen“ ist ein Politthriller über eine Generation, „die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist“, wie es in der Verlagsankündigung heißt. (Erscheint am 13. November.)

mt/liz

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