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Kultur im Norden „Lobgesang“ für einen Kantor
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21:14 24.06.2017
Lübeck-Travemünde

Es war ein großes Finale für Hans-Martin Petersen. Nach 38 Jahren Dienst als Kirchenmusiker an der St. Lorenz-Kirche in Travemünde verabschiedete er sich mit einer Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys 2. Sinfonie „Lobgesang“.

Hans-Martin Petersen.

Das Werk ist für den Konzertsaal gedacht, die trockene Akustik in der Kirche erleichterte die Aufgabe der Musikerinnen und Musiker nicht. Schon im sinfonischen Teil des „Lobgesangs“ wurde deutlich, dass die Balance der Orchesterstimmen nicht immer gegeben war. Das energische Dirigat Petersens sorgte jedoch dafür, dass sich zumeist ein überzeugender Klang ergab. Im zweiten Teil kamen dann Chor und Solisten zum Zuge. Die St. Lorenz-Kantorei sang mit großem Engagement und schaffte es fast immer, sich gegen das Orchester zu behaupten. Deutlich wurde dabei die Verbundenheit zwischen Chor und Dirigent – 38 Jahre gemeinsamer Arbeit schweißen zusammen.

Nathalie de Montmollin (Sopran I) hatte mit den Tücken der trockenen Akustik zu kämpfen. In ihrer nur kleinen Partie beeindruckte Barbara Rohlfs (Sopran II). Tenor Lee Hyunkseok sang sehr solide.

Am Ende gab es in der ausverkauften Kirche Ovationen für die Musiker und vor allem für Hans-Martin Petersen. Ein würdiger Abschied.

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