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Kultur im Norden Vier Neue in der Lübecker Künstler-Gemeinschaft
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18:04 14.03.2019
Ausstellung Galerie Artler in Lübeck mit Alexandra Seils, Thomas Schmitt-Schech, Wolfgang Blockus und Michaela Berning-Tournier (v.l.)  Quelle: Petra Haase
Lübeck

Viel Meer gibt es zu sehen in der Galerie Artler. Changierend zwischen tiefblau und luftigem Pastell, gallig grün oder trist trüb. Michaela Berning-Tournier und Wolfgang Blockus sind fasziniert von der Ostsee, von den Stimmungen, den Farben des Wassers und des Himmels. Beide malen abstrakt, lassen Farben und Zwischentöne wirken, und doch wirken ihre Bilder so ganz unterschiedlich. Die zarten und zuweilen auf einen Streifen reduzierten Aquarelle von Berning-Tournir, die schönes Wetter langweilig findet (zumindest für ihre Bilder) ziehen den Betrachter behutsam in die Stimmungen am Meer. Kraftvoller, geradezu wuchtig wirken die auch auf wenige Farben reduzierte Ölbilder von Wolfgang Blockus. Beide Maler wohnen schon lange in Travemünde, sind jedoch jetzt erst der Gemeinschaft der Lübecker Künstler beigetreten. Insgesamt hatten sich im vergangenen Jahr gut 20 Künstler beworben, acht wurden aufgenommen. Vier der Neuen stellen ab morgen im Gemeinschaftsatelier Artler aus.

So unterschiedlich die Handschriften der vier Künstler, so eint sie eines: Ihre Darstellungen bleiben im ungefähren, dem Betrachter bleibt viel Raum für die eigene Fantasie. Das ist Alexandra Seils auch wichtig. sie ist vor kurzem von Hamburg nach Kücknitz gezogen, ihr gefällt das unterstützende Miteinander in der Lübecker Künstlergemeinsachaft, das habe sie in Hamburg so nicht erlebt. Ihre farbintensiven Bilder sind das Ergebnis starker Natureindrücke – Blumen, Landschaften, aber auch Assoziationen zu Menschen in der Bewegung etwa bei Bild „Aufbruch“ sind möglich. „Ich möchte nichts vorgeben, sondern dem Betrachter viel Raum lassen.“

Scheinbar realistisch sind die Fotografien von Thomas Schmitt-Schech, der aus dem Harz nach Lübeck gezogen ist. Scheinbar, denn die Nachtaufnahmen in Langzeitbelichtung lasen die Häuser, Straßen und Landschaften mystisch erscheinen. Licht und Dunkelheit lassen die Szenen kulissenhaft wirken. „Mich fasziniert das Ambivalente“, sagt Schmitt-Schech.

Eröffnung am Sonnabend in der Großen Burgstraße 32um 17 mit Worten von Rainer Wiedemann. Geöffnet bis zum 13. April do/fr 17-19 Uhr, sa 12-14 Uhr

Infos: www.artler.net

Petra Haase

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