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Kultur im Norden Lübeck hatte den Jazz
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22:28 11.09.2017
Ida Sand sorgte mit ihrer klaren Stimme für Gänsehautmomente. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

2500 Besucher waren im vergangenen Jahr bei der dritten Ausgabe des Festivals dabei. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, „aber es sind in diesem Jahr auf jeden Fall mehr“, bilanziert Goes.

Jazzlegenden in Lübeck

Jazzfans müssen auf weitere hochkarätige Konzert nicht lange warten. Am 22. September spielt das Lübecker trioPLUS (Peter Ortmann, Oliver Sonntag, Florian Galow) zusammen mit der Jazzlegende Conny Bauer, am 20. Oktober mit Rüdiger Carl und am 10. November mit Philip Catherine in der St. Petrikirche.

Infos: www.st-petri-luebeck.de

Vier Tage lang hatte Lübeck den Jazz. Nach den verregneten Open- Air-Konzerten am Sonnabendnachmittag standen die Besucher am Abend Schlange für hochkarätige Ensembles aus Skandinavien: Ida Sand mit ihrem Trio aus Schweden und die KutiMangoes aus Dänemark.

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Zunächst Verwunderung: Mit roten Walle-Haaren lächelt Ida Sand von Plakaten und Flyern, auf die Bühne kommt eine schmale, hochgewachsene Frau mit kurzen blonden Haaren. Die Äußerlichkeiten sind vergessen, nachdem die ersten Töne erklingen. Glasklar und variantenreich singt Ida Sand eigene Songs und macht Lieder von Kollegen wie „Manic Depression“ von Jimi Hendrix zu ihren eigenen. Den Sound der Balladen nehmen Dan Berglund am Bass und Robert Ikiz am Schlagzeug auf und führen ihn weiter, Ida Sand spielt am Flügel oder Keyboard. Begeisterter Applaus und Gedrängel am CD-Stand.

Danach hätten eigentlich die Stühle zur Seite gestellt werden müssen, denn die fünf Musiker von KutiMangoes grooven derartig, dass man tanzen möchte. Ihre Musik ist beeinflusst von afrikanischen Rhythmen, sie erzählen von Reisen nach Burkina Faso. Calypso, Folk, Jazz, Soul bildet einen munteren Mix und macht gute Laune bis kurz vor Mitternacht. Den stilleren Gute-Nacht-Sound mit der Band Bento in der St. Petrikirche genossen noch knapp 80 Besucher, die Besetzung mit Harfe, E-Gitarre und Percussion sorgte für eine fast andächtige Atmosphäre.

Anders andächtig begann der Sonntag mit einem Jazzgottesdienst in St. Jakobi. Fiete Felsch, Tini Thomson und andere Jazz-Größen waren zu erleben. Zum krönenden Abschluss durfte der erst 24 Jahre alte Saxofonist David Jedeck den Jazzpreis des Festivals entgegennehmen. Der Preisträger, der in Lübeck aufgewachsen ist und seine Liebe zum Jazz entdeckte, bedankte sich mit einem Konzert mit seinem Trio, zu dem Franz Blumentahl am Kontrabass sowie Alex Petratos am Schlagzeug gehören.

Nach dem Festival ist übrigens vor dem Festival: Nach dem Aufräumen beginnt bereits die Programmplanung für das kommende Jahr. Dann hat Lübeck vom 6. bis 9. September den Jazz.

Petra Haase

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