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„Lübeck ist eine Zauberin“, sagt Roland Henning

WAS MICH BEGEISTERT „Lübeck ist eine Zauberin“, sagt Roland Henning

Jeder hat so kleine Faszinationen mit Kleinigkeiten die man sich selbst oft nicht erklären kann. In meinem Fall sind es Kuriositäten. Skurrile Objekte, Situationen und Emotionen.

Lübeck. Jeder hat so kleine Faszinationen mit Kleinigkeiten die man sich selbst oft nicht erklären kann. In meinem Fall sind es Kuriositäten. Skurrile Objekte, Situationen und Emotionen. Es gibt die klassischen Künste wie Malerei, Musik und Schauspiel; mich jedoch begeistern immer die Randformen der Kunst. Schwertschlucker, Feuertänzer und eben auch die Zauberei. Das Gefühl des Staunens, vor etwas, was man nicht begreift – ohne Angst davor zu haben – ist eine Empfindung die nur den kleinen Kindern vorbehalten scheint. Bis man einen Zauberer sieht, der seinen Job gut macht.

 

LN-Bild

Roland Henning (39) hat schon als Kind gezaubert, inzwischen macht er es beruflich. Er hat mit seiner Partnerin Annika Ehly in Lübecks Mengstraße eines der ersten deutschen Zaubertheater mit fester Spielstätte gegründet und ist im Mai in die Beckergrube umgezogen.

Lübeck ist so eine Zauberin. Die Gassen, die Gänge, die Flure, die Enge: All das vergisst man so leicht, wenn man in Lübeck wohnt. Und doch gibt es in dieser kuriosen Stadt doch noch kleine Dinge, die zum Staunen bringen können.

Im oberen Geschoss des Kanzleigebäudes in der Breiten Straße gibt es eine Deckenmalerei, wo der Lübecker Adler in all seinen früheren Versionen zu sehen ist. Beim Anblick fühle ich mich berauscht von dem Alter und der bewegten Geschichte der Stadt. Denn die Stadt lebt und ist nicht statisch, wie auch die Kunstszene zeigt. 28 verschiedene Theater , manche mit, manche ohne feste Spielstätte geben einen kleinen Einblick, wie reich an Kultur die Hansestadt ist.

Ich möchte einen Film empfehlen. „20000 Meilen unter dem Meer“ von 1954; es ist die Disney- Verfilmung des gleichnamigen Klassikers von Jules Verne. Die Handlung ist hinlänglich bekannt, jedoch sollte man den Film von der ästhetischen Seite betrachten. Viele Elemente, die sich heute in der populären Steampunkästhetik wiederfinden, sind im Film schon vorweggenommen. Der Film ist angefüllt mit skurrilen Objekten, Situationen und Emotionen. Also voll mein Fall.

LN

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