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Lübecker Schülerin gewinnt bundesweiten Videowettbewerb

Lübeck Lübecker Schülerin gewinnt bundesweiten Videowettbewerb

Die 17 Jahre alte Lübecker Schülerin Marcelline Ngah Atangana gewinnt Bundesvideo-Wettbewerb.

Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Lübeck. „Ich bin ein Held. Es hat lange gedauert, das herauszufinden. Und es hat noch viel länger gedauert, andere Menschen davon zu überzeugen, dass sie auch Helden sind“, sagt Louise.

Die 16-Jährige liegt in ihrem Zimmer und macht sich Gedanken zum Thema Helden: Sie ist die Protagonistin im Acht-Minuten-Film von Marcelline Ngah Atangana, die damit gerade den ersten Preis bei dem internationalen Jugendwettbewerb „Jugendcreativ“ erhalten hat.

Die 17-jährige Schülerin der Lübecker Thomas-Mann-Schule ist ein neugieriges, fröhliches Mädchen, das viel ausprobiert: Gitarre spielen, Singen, bei den Johannitern mitarbeiten. Und warum nicht auch mal filmen? „Mit meinem Handy hatte ich ein bisschen probiert und gemerkt, dass mir das Fotografieren und Filmen Spaß macht.“ Im vergangenen Jahr ist Marcelline durch eine Anzeige auf den Jugendwettbewerb unter dem Titel „Fantastische Helden und echte Vorbilder: Wer inspiriert dich?“ aufmerksam geworden. Erfahrung mit einer Videokamera hatte die Lübeckerin zuvor nicht. „Ich wollte etwas erreichen, deshalb musste meine Geschichte inhaltlich stark sein, ich wollte etwas Persönliches aussagen.“

Da kam Marcelline auf Louise Peyk, die sie von einer Ausbildung bei den Johannitern kannte. Diese ehrenamtliche Arbeit gab dann auch den roten Faden vor: „Anhand von Louise wollte ich erzählen, dass jeder ein Held ist, der etwas bewirkt und andere Menschen inspiriert.“ Mit zwei geliehenen Kameras (eine für Bewegtbilder, die andere für Nahaufnahmen) bildet Marcelline Helden-Klischees ab, zeigt Louise, die schauspielerisches Talent beweist, bei den Johannitern, andere Menschen an ihren Arbeitsplätzen, thematisiert Superhelden und Teenie-Idole. Die Amateurin findet dafür eine differenzierte Bildsprache. Mit ihrem Video überzeugte sie eine Fachjury aus Medienpädagogen und Filmemachern. Der Preis: 300 Euro und ein Kreativworkshop.

„Aber mir ist nicht nur die Expertenmeinung wichtig. Ich will, dass es den Leuten gefällt", sagt die junge Frau selbstbewusst. Das ist offenbar der Fall, denn es gibt Folgeaufträge. So drehte sie einen Werbespot für eine Bank in Trittau. Eine eigene Kamera hat Marcelline noch nicht, dafür konkrete Pläne: Mediendesign studieren.

Und ihre eigenen Helden? „Es gibt keine einzelne Person, sondern ich setze mein ultimatives Vorbild aus vielen Menschen zusammen. Darunter sind meine große Schwester, einige Lehrer, Freunde und Prominente.“ „Ich bin ein Held“ ist im Internet unter www.jugendcreativ.de zu finden (Galerie/Bundessieger Kurzfilm)

 Petra Haase

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