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Lübeckerin gewinnt goldenen Studenten-Oscar

Lübeck/Los Angeles Lübeckerin gewinnt goldenen Studenten-Oscar

Nachwuchsregisseurin Katja Benrath von der Hamburg Media School hat den goldenen Studenten-Oscar gewonnen. Die Lübeckerin und ihr in Kenia gedrehter Kurzspielfilm „Watu Wote/All of Us“ wurden in der Nacht zum Freitag in Los Angeles ausgezeichnet. 

Die Lübeckerin Katja Benrath (38) hat den Studenten-Oscar in Gold gewonnen.

Quelle: dpa

Lübeck/Los Angeles. Ihr größter Wunsch als Filmemacherin sei es, sagt Katja Benrath (38), Geschichten zu machen, die ihr Herz erzählen möchte. „Das klingt jetzt ein bisschen esoterisch, und doch ist es wie ein Auftrag, so ein Gefühl von einer Wichtigkeit, die eine Geschichte für mich hat“, sagt die Nachwuchsregisseurin der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei ihrem knapp halbstündigen Kurzfilm „Watu Wote - All Of Us“ sei es dem gesamten Team so ergangen.

Eine Szene aus dem preisgekrönten Film "Watu Wote/All of Us" der Lübecker Nachwuchsregisseurin Katja Benrath.

Eine Szene aus dem preisgekrönten Film "Watu Wote/All of Us" der Lübecker Nachwuchsregisseurin Katja Benrath.

Als sie zum ersten Mal davon gehört hätten, wie sich bei einem Angriff der radikalislamischen Terrormiliz Al-Shabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia Muslime schützend vor Christen stellten, „war das wie ein Auftrag“.

„Watu Wote“ ist Benraths Abschlussbeitrag an der Hamburg Media School (HMS) und in der Nacht zu Freitag mit dem goldenen Studenten-Oscar ausgzeichnet worden. Von 2014 bis 2016 studierte die in Lübeck aufgewachsene Schauspielerin und Regisseurin dort. Zuvor hatte die gelernte Kostümschneiderin das Vienna Konservatorium in Wien besucht (2002 bis 2006) und sich in Gesang und Schauspiel ausbilden lassen.

Anfangs habe sie nur das Theater als Kunst angesehen, doch dann habe sie sich in den Film verliebt, erzählt Benrath, „weil man damit so authentisch, intim und nah an einem Thema dran sein kann“. Nach Abitur und Schneiderlehre hatte Benrath für die Wuppertaler Bühnen und Pina Bausch genäht, bevor sie nach Wien zog. Sie trat am Theater auf, stand vor der Kamera und irgendwann dahinter. 

Sie könne sich vorstellen, erneut in Afrika oder Südamerika und in den USA zu drehen. Ihr Wunsch für die Zukunft: Geschichten zu erzählen, die neue Blickwinkel ermöglichen - „so dass wir es ein kleines bisschen schaffen, über unseren Tellerrand hinauszugucken“.

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