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Lübecks dunkle Ecken

Lübeck Lübecks dunkle Ecken

Fotografin Tina Schönwald zeigt in der Ausstellung „Lost in Lübeck“ 22 ihrer Bilder.

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Tina Schönwald (48) hat ihre Kamera immer dabei.

Quelle: Lutz Roeßler

Lübeck. Lübeck Tina Schönwald liebt Lübeck, sie mag die Altstadt, das Rathaus und das Holstentor. Doch weitaus mehr als die typischen Touristenorte liebt die Fotografin die dunklen Ecken der Stadt. Ruinen, schmuddelige Ecken oder verfallene Häuser lassen ihr Herz höher schlagen. In der Ausstellung „Lost in Lübeck“ zeigt sie nun 22 ihrer Bilder im Kolosseum. Auf ihnen zu sehen sind Orte, die nicht immer auf den ersten Blick bekannt sind und die ihre Schönheit erst durch genaueres Hinsehen preisgeben.

„Ich fühle mich wohl, wenn es irgendwo schrottig schön ist. Es ist schade, dass diese Ecken kaum jemand kennt, mich inspirieren sie ungemein“, sagt Schönwald. Fast immer hat die 48-Jährige ihre Kamera dabei, wenn sie unterwegs ist. Einige ihrer ausgestellten Bilder sind Schnappschüsse, andere von langer Hand geplant. Das Bild „Lübeck entkernt“ zeigt ein karges Hinterhof-Haus mit grauer Fassade. Am Fenster steht ein Mann mit einer Zigarette. „Es ist im Vorbeigehen entstanden“, sagt Schönwald. Der Großteil ihrer Bilder ist schwarz-weiß, teilweise sind blasse Farbreste zu erkennen.

„Ich arbeite gerne mit Wolken, die Stimmung muss auf dem Foto rüberkommen“, schwärmt die Fotografin.

Weit über 50 000 Bilder hat Tina Schönwald in den vergangenen fünf Jahren gemacht. Nur die besten haben es in die Ausstellung geschafft. So wie das Bild aus der Holstenstraße, auf dem statt Autos und Bussen Menschen mit Fahnen und Fahrrädern durch die Straße ziehen. „Das sah witzig aus, ich habe es während der WM 2010 gemacht“, erzählt Schönwald. mwe

Die Ausstellung ist bis zum 26. März während der Veranstaltungen im Kolosseum zu sehen. Am letzten Tag gibt es um 18 Uhr eine Finissage.

LN

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