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Malerin Alice Neel: Zeugin eines Jahrhunderts im Wandel

Hamburg Malerin Alice Neel: Zeugin eines Jahrhunderts im Wandel

Die Hamburger Deichtorhallen widmen der amerikanischen Malerin Alice Neel (1900-1984) die erste große Übersichtsausstellung in Deutschland. „Alice Neel gehört zu den ganz großen Künstlern des 20.

Die Hamburger Deichtorhallen.

Quelle: Maja Hitij/archiv

Hamburg. Die Hamburger Deichtorhallen widmen der amerikanischen Malerin Alice Neel (1900-1984) die erste große Übersichtsausstellung in Deutschland. „Alice Neel gehört zu den ganz großen Künstlern des 20. Jahrhunderts“, sagte Intendant Dirk Luckow am Donnerstag in Hamburg. „Sie war Zeugin eines Jahrhunderts im Wandel, das sie in ihren ausdrucksstarken, psychologisch tiefgründigen Bildern festgehalten hat.“ Mit ihrem „einfühlsamen Blick und virtuosen malerischen Können“ dringe Neel zum Kern der Menschen vor. In der Ausstellung sind rund 110 Werke aus sechs Jahrzehnten von Freitag an bis zum 14. Januar zu sehen.

Im Mittelpunkt der Schau stehen ihre einfühlsamen Porträts. Neel malte die schillernden Persönlichkeiten der New Yorker Künstlerszene wie Jackie Curtis, Ritta Redd und Pop-Art-Künstler Andy Warhol ebenso wie die einfachen Menschen in ihrer Nachbarschaft, in Greenwich Village, Spanish Harlem und schließlich an der Upper West Side. „Andy Warhol hat ihr Bildnis als das beste von ihm je geschaffene bezeichnet“, sagte Kurator Jeremy Lewison. Die alleinerziehende Alice Neel - Mutter von zwei Söhnen - engagierte sich Zeit ihres Lebens auch politisch, sympathisierte mit dem Kommunismus und wurde zum Symbol der Frauenrechtsbewegung.

dpa/lno

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