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„Man traut sich mehr“: Auch Flucht und Migration in Kinderbüchern

München/Lübeck „Man traut sich mehr“: Auch Flucht und Migration in Kinderbüchern

Bundesweiter Vorlesetag am 18. November: Der neue Realismus erreicht junge Leser.

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München/Lübeck. Klares Votum: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen Geschichten vorgelsen werden. Dennoch ist das Vorlesen in vielen Familien noch kein fester Bestandteil des Alltags: Ein Drittel der Eltern lesen ihren Kindern selten oder gar nicht vor, besagt eine aktuelle Studie der Stiftung Lesen. Denn es ist leichter, eine Hör-CD einzulegen oder eine App mit Hörbüchern herunterzuladen. „Regelmäßiges Vorlesen erweitert den Wortschatz und unterstützt das Verständnis für Laute“, sagt Christine Kranz, Referentin für Leseförderung bei der Stiftung Lesen. „Außerdem lernen die Kinder spielend die Struktur der Sprache kennen – beispielsweise durch Reime.“ Um ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen und Begeisterung und für Bücher zu wecken, gibt es seit 13 Jahren den bundesweiten Vorlesetag, an dem sich auch mehrere Einrichtungen in Lübeck beteiligen (siehe Kasten).

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Bundesweiter Vorlesetag am 18. November: Der neue Realismus erreicht junge Leser.

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„Die politisch brennenden Fragen werden aufgegriffen.“ Christiane Raabe,

Direktorin der

Internationalen

Jugendbibliothek

Die Inhalte von Kinderbüchern haben sich in den vergangenen Jahren allerdings gewandelt. Ob Flüchtlingsströme oder Donald Trump – was die Welt der Großen bewegt, beschäftigt auch die Kleinen. Das führt zu mehr Realismus in den Büchern für Kinder und Jugendliche, sagt Christiane Raabe, Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek in München. „Die politisch brennenden Fragen zu Flucht und Migration werden aufgegriffen, auch zu Inklusion – Fragen, die uns alle beschäftigen, kommen auch in der Kinder- und Jugendliteratur vor.“

Gerade Flucht sei ein Thema, das inzwischen sogar in Bilderbüchern angekommen sei. Früher hätten beunruhigende Themen den Nachwuchs nicht so leicht erreicht. Auch in der Erzählweise traue man sich mehr. Die Jugendbibliothek ist eigenen Angaben zufolge die weltweit größte für internationale Kinder- und Jugendliteratur.

Raabe meint, dass immer häufiger über Menschen auf der Flucht geschrieben wird, nicht nur in Deutschland, sondern auch beispielsweise in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, den USA und Kanada. In Deutschland etwa hat ein deutsch-arabischsprachiges Werk der Autorin Kirsten Boie über zwei syrische Kinder wochenlang auf der Bestsellerliste gestanden. „Das Interesse, darüber zu reden, ist wahnsinnig groß.“

Die Kinder bekämen die Probleme in der Welt und die Unsicherheit der Erwachsenen mit. So sei schon in Grundschulen über den Wahlsieg von Donald Trump bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen geredet worden. Kinder hätten über die Angst gesprochen, „jetzt kann sonst was passieren“. Literatur kann nach Ansicht der Direktorin eine Lücke füllen. „In den Familien wird nicht überall darüber gesprochen.“ Nicht nur Lesen, auch Vorlesen sei überaus wichtig. „Man sollte das nicht unterschätzen, das hat eine ganz starke emotionale Ebene.“

Ein neues, mit dem Erfolg des Fantasyhelden „Harry Potter“ vergleichbares Buch vermag Raabe nicht auszumachen. Einen kleinen Tipp hat sie aber doch noch: Die „Warrior Cats“, eine Reihe über verschiedene Katzen-Clans, haben für Raabe durchaus das Zeug zu mehr: „Ich könnte mir vorstellen, da kommt etwas, was Kultstatus erreicht.“

Im Willy-Brandt-Haus erzählt Museumspädagogin Frauke Kleine Wächter, wie aus Arbeiterkind Herbert Frahm der Bundeskanzler Willy Brandt wurde. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr in der Königsstraße 21 in Lübeck.

In der Aula der Ernestinenschule, Kleine Burgstraße 24-26 in Lübeck, liest Autorin Barbara Kindermann um 16 Uhr.

Im Cafe Blattlese liest der Autor Jochen Wildt aus seinem Buch „Flupsi und die Elbspürnasen“. Die Lesung beginnt um 15 Uhr in der Hamburger Straße 39 in Bad Segeberg.

LN

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