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Mehr Geld fürs Museum

Schönberg Mehr Geld fürs Museum

Mehrheit der Schönberger Stadtvertreter beschließt, den Zuschuss zu erhöhen.

Schönberg. Nach kontroverser Diskussion hat eine Mehrheit der Schönberger Stadtvertretung am Donnerstagabend beschlossen, dass das örtliche Volkskundemuseum bis 2020 jährlich 10 000 Euro mehr von der Kommune bekommt als bisher. Bisher bekommt das Museum jährlich 44000 Euro aus der Kasse der Kommune.

Dem Beschluss voraus ging ein Antrag des Vereins „Volkskundemuseum in Schönberg“, den jährlichen Unterhaltungs-, Betriebs- und Verwaltungskostenzuschuss für die nächsten fünf Jahre um jährlich 10

000 Euro aufzustocken. In dem Schreiben erläutert der Verein: „Der Rückzug der öffentlichen Drittmittelförderungen macht auch vor uns nicht halt, und es gilt sich für die Zukunft auszurüsten.“ In einer Begründung des Antrags heißt es: „Die Anhebung des Trägerschaftsbetrages von 44000 Euro auf jährlich 54000 Euro wird erbeten, um bei den kommenden Aufgaben auf die Erfahrungen des eingearbeiteten Personals bauen zu können und darüber hinaus durch eine frühe Öffnung des Gebäudes für die Besucher die touristische Wahrnehmung Schönbergs beizubehalten.“ Außerdem solle eine Ausweitung der Öffnungszeiten des Museums überlegt werden, das 2016 vom Kirchplatz ins Koch‘sche Haus am Markt umziehen wird. Unstrittig war am Donnerstagabend in der Stadtvertretung, der dringenden Bitte des Vereins, den Zuschuss für 2015 um 10000 Euro zu erhöhen, nachzukommen.

Zum Antrag, von 2016 bis 2020 mehr zu zahlen, sagt René Brückner (CDU-Fraktion), die Arbeit im Museum sei sicher lobenswert, aber: „54000 Euro pro Jahr ist eine Menge. Ich sehe eine Gefahr darin, uns für fünf Jahre festzulegen.“ Auch beurteile er den Antrag skeptisch, weil die Stadt das Geld einfach nicht habe. Felix Oeser (SPD-Fraktion) argumentierte, es sei fraglich, ob die Stadt, die seit Jahren mehr Geld ausgibt als sie einnimmt, einen Haushalt genehmigt bekommt, wenn sie ihre freiwilligen Leistungen erhöht. Auf der anderen Seite sei aber auch klar, dass die Kommune dem Museum gegenüber in einer Pflicht stehe. Rainer Jörke (Liberale Wählergemeinschaft) warb um Unterstützung des Vereins, der entstanden sei, „weil die Stadt es nicht mehr leisten konnte.“ Lutz Götze sagte, für ihn sei der Beschluss ein Kompromiss.

Der Verein
Mitglieder des Vereins „Volkskundemuseum in Schönberg“ sind der Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg, die Stadt Schönberg, das Amt Schönberger Land, die Gemeinde Selmsdorf, Palmberg, die Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft und die Mebak Metallbau GmbH.

Jürgen Lenz

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