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„Mein Job ist inhaltsreich und kreativ“, sagt Christian Modersbach

„Mein Job ist inhaltsreich und kreativ“, sagt Christian Modersbach

Ausgangspunkt meiner Begeisterung sind die arbeitsreichen und aufregenden Wochen in der Vorbereitung der Nordischen Filmtage Lübeck; Inspiration und Faszination ...

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Christian Modersbach (45) ist seit 2011 Festivalmanager der Nordischen Filmtage Lübeck, die vom 2. bis 5. November stattfinden. Er arbeitete zuvor für die Internationalen Filmfestspiele Berlin, das Edinburgh- sowie das Rio de Janeiro-Film Festival.

Quelle: W. Maxwitat

A usgangspunkt meiner Begeisterung sind die arbeitsreichen und aufregenden Wochen in der Vorbereitung der Nordischen Filmtage Lübeck; Inspiration und Faszination bietet mir vor allem das Programm der Filmtage, die am 2. November beginnen. Insbesondere die Serien „Trapped“ von Baltasar Kormákur und „Midnight Sun“ von Måns Målind und Björn Stein (die Autoren von „Die Brücke" – hat mich auch begeistert) habe ich verschlungen beziehungsweise gebinged (also alle Folgen auf einmal geguckt, wie wie man heute sagt). Beide Serien erzählen von menschlichen Abgründen und ausweglosen Konflikten vor der übermächtigen Naturkulisse Islands und Lapplands – einmal im Winter und einmal im Sommer.

Ebenso spannend ist die Konzeption der Open-Air Installation „Windjammer“ im Gefängnishof des Europäischen Hansemuseums – also bin ich gerade begeistert, weil mein Job inhaltsreich und kreativ ist. Zur Ablenkung gehe ich aber dennoch am 25. Oktober ins Koki zu „The Exorcist“ und am 29. Oktober zum wunderbaren und unglaublich lustigen „Titanic“-Satiriker Martin Sonneborn (Die Partei) ins Kolosseum in Lübeck. Beide Veranstaltungen bringen mich auf andere Gedanken und sind ein wunderbares Kontrastprogramm.

Ansonsten begeistert, weil beruhigt mich eine dreiminütige Fahrt auf der Priwallfähre, Herbstlaub und mein Geburtstag (der auch im Oktober stattfindet ;-). Ein Gedanke, den ich nach den Nordischen Filmtagen unbedingt verfolgen will, entfaltet sich in dem Buch des Wissenschaftlers Hartmut Rosa, „Beschleunigung und Entfremdung“ . Es handelt von der zunehmenden Geschwindigkeit unserer sozialen Interaktion und dem Regime der Deadlines. Das Buch lese ich dann natürlich gemeinsam mit Freunden, und zwar in aller Ruhe . . .

LN

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