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Melancholie und Lebensfreude

Lübeck Melancholie und Lebensfreude

Die in Lübeck gegründete Klezmer-Band Yxalag gastiert in Travemünde und Bad Oldesloe.

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Drei Alben hat das Yxalag-Septett eingespielt. Doch das Temperament der Mitglieder entfaltet sich im Konzert am schönsten.

Quelle: Foto: Frank Jasper

Lübeck. Sie sind wieder auf Oster-Tour, die sieben Musikerinnen und Musiker, die sich einst an der Lübecker Musikhochschule gefunden haben und noch immer gemeinsam einen virtuosen Sound pflegen, der mit dem Begriff Klezmer nur unzureichend beschrieben ist. Die Rede ist von der Band Yxalag, die die Klänge des aschkenasischen Judentums ins Hier und Heute geholt hat als Mischung aus Spektakel, Welt- und Kunstmusik: verwegene Rhythmen und rasante Improvisationen, Stücke voller Melancholie, aber auch Lebensfreude.

Am Sonnabend gastiert Yxalag in Travemünde, am Freitag nächster Woche in Bad Oldesloe. Am selben Tag nachmittags wird die Band – nicht öffentlich – in der Justizvollzugsanstalt Lübeck auftreten.

Unter Anleitung des Popularmusik-Professors Bernd Ruf hat sich die Gruppe 2008 formiert, es war ein Projekt für ein Semester. Doch das Septett erwies sich als langlebige Formation. Die Kompositionen und Arrangements stammen vom Klarinettisten (und Sänger) Jakob Lakner, der den Yxalag-Stil prägt und immer wieder neu erfindet und der in den Konzerten auch als fabelhafter Entertainer auftritt.

Die Besetzung ist eigensinnig: Neben dem Klarinettisten Lakner, der inzwischen ein Masterstudium für Jazz-Komposition in München begonnen hat, sind beteiligt die Geigerin Juliane Färber (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin), ihre Kolleginnen Nele Schaumburg (Dogma Chamber Orchestra) und Kayako Bruckmann (Lübecker Philharmoniker), der Posaunist Luka Stankovic (unterrichtet am Mannes College New York), der Gitarrist Nicolas Kücken und der Kontrabassist Uli Neumann-Cosel (Münchner Philharmoniker).

Wenn die Band in der Region Lübeck gastiere, sagt Antreiber Lakner, sei das weiter ein Heimspiel für alle, auch wenn sie längst anderswo zuhause seien.

Konzerte: Sa., 15. April, 19.30 Uhr, Kulturbühne Travemünde (Vogteistraße 13); Fr., 21. April, 20 Uhr, Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (Beer-Yaacov-Weg 1).

LN

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