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Messiaen und Mendelssohn im Sinfoniekonzert

Lübeck Messiaen und Mendelssohn im Sinfoniekonzert

Im achten und letzten Sinfoniekonzert der Saison bieten die Lübecker Philharmoniker ein Programm, das auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehen ist.

Lübeck. Im achten und letzten Sinfoniekonzert der Saison bieten die Lübecker Philharmoniker ein Programm, das auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehen ist. Messiaen und Mendelssohn verbindet weder geistesgeschichtlich noch musikalisch viel miteinander. Doch beide Komponisten unternahmen auf ihre eigene Art den Versuch, die Grenzen zwischen Kirche und Konzertsaal oder allgemeiner formuliert, zwischen weltlicher und religiöser Sphäre zu überbrücken.

Olivier Messiaens kompositorisches Schaffen ist durchzogen von Werken, die direkt oder indirekt auf religiöse Motive zurückgehen. So auch die vier zu seinem Frühwerk gehörenden Meditationen für großes Orchester „L’ascension“, die 1932/33 entstanden. Noch deutlich sind impressionistische Anklänge zu hören, ohne dass das Himmelfahrtsgeschehen naturalistisch klangmalerisch ausgestaltet würde.

Anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Buchdruckerkunst im Jahre 1840 komponierte Felix Mendelssohn den „Lobgesang“, eine „Symphonie-Kantate“, wie er das Werk selbst bezeichnete. Auch wenn er sich an Beethovens 9. Sinfonie orientierte, ging Mendelssohn formal ganz eigene Wege: Er integrierte Elemente des Oratoriums, das sich im 19. Jahrhundert im Bürgertum großer Beliebtheit erfreute, in sein Werk. So ist der „Lobgesang“ mit Rezitativen, Arien und Chorsätzen deutlich mehr Kantate als Sinfonie, fast schon ein kleines Oratorium. Der melodisch-motivische Kerngedanke leitet sich aus der Vertonung der Worte „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ ab und taucht bereits im rein instrumentalen ersten Teil der Komposition auf. Es dirigiert Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri.

Termine: Sonntag 11 Uhr MuK, Montag 19.30 Uhr MuK, Donnerstag 20 Uhr Laeiszhalle Hamburg.

LN

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