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„Metro“-Autor sieht Chaos in Russland

Stuttgart „Metro“-Autor sieht Chaos in Russland

. Der russische Schriftsteller Dmitry Glukhovsky sieht sein Land in einer „chaotischen Lage“.

Stuttgart. . Der russische Schriftsteller Dmitry Glukhovsky sieht sein Land in einer „chaotischen Lage“. Russland, das vor mehr als 70 Jahren den Zweiten Weltkrieg gewann, gehe heute mit seiner antiwestlichen Propaganda von vielen unbemerkt einen Weg, der „faschistische Züge“ trage, sagte der Autor am Rande einer Lesung in Stuttgart. Er stellte „Metro 2035“ vor, den letzten Band seiner Endzeit-Trilogie. Der Fantasy-Roman ist voller Andeutungen auf das heutige Moskau von Kremlchef Putin. Die Geschichte spielt wie in „Metro 2033“ und „Metro 2034“ im Netz der Moskauer U-Bahn nach einem Atomkrieg.

Seine deutschen Leser seien weiterhin offen für Russland und fragten oft, wer die Schuld trage an der aktuellen neuen Konfrontation zwischen Ost und West nach dem Ende des Kalten Krieges. „Die Russen wollen keinen Krieg“, sagte Glukhovsky. Russland sei aber unberechenbar, auch weil Putin das Land zu alter Größe führen wolle — unter großer Zustimmung in der Bevölkerung. „Wir bevorzugen die bequemen Lügen und wollen nicht die unbequemen Wahrheiten hören“, sagte er über seine Landsleute.

LN

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