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Michael Jürgs und das Heimweh der Chorknaben

Lübeck Michael Jürgs und das Heimweh der Chorknaben

Buchvorstellung und Diskussion im Grass-Haus.

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Michael Jürgs (70).

Lübeck. Es geht ihm um Geschichte und Geschichten: Michael Jürgs hat als Journalist, Publizist und Sachbuchautor Aufsehen erregt. Morgen kommt er nach Lübeck, um im Günter Grass- Haus sein jüngstes Buch vorzustellen — und über seine Grass-Biografie zu diskutieren.

Für sein neues Buch „Wer wir waren, wer wir sind. Wie Deutsche ihre Geschichte erleben“ ist Jürgs auf Deutschlandreise gegangen, hat an berühmten Orten nach Spuren gesucht. Dabei haben ihn zeitweilig Prominente aus Politik und Kultur, Sport und Wirtschaft begleitet und ihm ihre persönlichen Erinnerungen erzählt, zum Beispiel Volker Schlöndorff, Lothar de Maizière, Katja Kraus, Rainer Eppelmann und Matthias Platzeck. Gemeinsam suchen sie Antworten auf Fragen wie: Wer pilgert heute noch zu Bismarcks Grab in Friedrichsruh? Wofür hielt sich die SS im KZ Buchenwald einen Zoo mit Wildtieren? Wie schützt Johann Sebastian Bach die Thomanerchorknaben gegen Heimweh?

Mit Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Grass-Hauses, wird Jürgs außerdem über seine Grass-Biographie diskutieren. Um eine Neuauflage des 2002 erschienenen Buches „Bürger Grass“

hatte es einen Rechtsstreit zwischen Grass und dem Verlag des Autors gegeben. Grass setzte sich gegen Jürgs‘ Behauptung zur Wehr, er habe sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet. Man einigte sich darauf, die strittige Passage durch die Aussage von Günter Grass zu ersetzen, er sei als 17-Jähriger zur Waffen-SS eingezogen worden.

Beginn: morgen um 19 Uhr, Günter Grass-Haus

LN

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