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Mit Beethoven ins Neue Jahr

Lübeck Mit Beethoven ins Neue Jahr

Bewährtes Programm der Lübecker Philharmoniker für das erste Konzert 2016.

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Dirigiert das Konzert: Ryusuke Numajiri.

Lübeck. Es gibt Musikstücke, mit denen kann man als Programmgestalter einfach nichts falsch machen. Das Publikum liebt diese Werke, weil sie meist eingängig sind und so oft zu hören sind, dass man sich an viele „Stellen“ erinnern kann. Das spricht nicht gegen die Qualität der Kompositionen, sie sind oftmals von hohem Rang, aber sie werden eben oft, sehr oft gespielt. Beethovens Sinfonie Nr. 9 gehört dazu. Diese letzte Sinfonie aus der Feder des Bonner Meisters wurde 1824 in Wien uraufgeführt und trat — trotz der teils harschen Kritik anderer Musiker — einen Siegeszug rund um die Welt an. Sie entwickelte sich zum klassischen Stoff für Neujahrskonzerte — am 1. Januar spielen die Lübecker Philharmoniker Beethovens 9. unter Leitung von Ryusuke Numajiri in der Rotunde der MuK.

Aber woher kommt die Begeisterung für diese Sinfonie? Was macht sie so beliebt? Eine Antwort gibt Fedora Wesseler, Musikdramaturgin am Theater Lübeck: „Die Sinfonie hat eine positive Grundausstrahlung, sie ist ideal für einen festlichen Jahresbeginn.“

Für Beethovens Zeitgenossen war es völlig neu, im Finale einer Sinfonie einen Chor und vier Gesangssolisten zu hören, die den Schlusschor „An die Freude“ nach dem Text von Friedrich Schiller anstimmen. „Das war eine stilbildende und bahnbrechende Idee“, sagt Fedora Wesseler. „So ist eine völlig neue Art von musikalischem Kunstwerk entstanden. Und ein Kunstwerk, das immer wieder durch seine Vielseitigkeit beeindruckt, es ist ganz einfach unglaublich abwechslungsreich. Das haben ja auch die Politiker erkannt und aus dem Schlusschor die Europa-Hymne gemacht. Natürlich ist die Ode ,An die Freude‘ nicht Schillers bestes Gedicht, aber für Beethoven repräsentiert es den ganz großen Idealismus.“

Unter Leitung von Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri wirken an Neujahr in der MuK-Rotunde mit: Carla Filipcic Holm (Sopran), Annette Hörle (Mezzosopran), Daniel Jenz (Tenor), Gerard Quinn (Bariton) sowie der Chor des Theater Lübeck, die Lübecker Singakademie und die St. Lorenz-Kantorei Travemünde. Fel

Das Konzert beginnt um 18 Uhr.

LN

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