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Kultur im Norden Mit Israel durch den Literatursommer
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18:14 10.07.2018

Veranstaltet wird die langjährige Reihe vom Literaturhaus Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel. Israel habe man wegen des 70. Jahrestags der Staatsgründung ausgewählt, sagt Sara Dušanic, die beim Literaturhaus das Projekt leitet. Aber man habe nach Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina im vergangenen Jahr sowie der Schweiz im Jahr davor auch in eine andere Weltregion blicken wollen.

Die offizielle Eröffnung findet am 25. Juli in Lübeck statt. Zuvor gibt es schon eine Fotoausstellung und ein Konzert sowie zwei Lesungen mit Zeruya Shalevs Cousin Meir Shalev in Eutin und Flensburg.

Der Psychologe, Journalist und Moderator zählt zu den bekanntesten Autoren Israels.

Seine Cousine hat mit „Liebesleben“, „Mann und Frau“ sowie „Späte Familie“ eine international erfolgreiche Trilogie geschrieben und zuletzt den Roman „Schmerz“ veröffentlicht. Die Autorin, die 2004 bei einem palästinensischen Anschlag verletzt wurde, tauche „wie keine andere in die Tiefe der weiblichen Seele“, schrieb die „Zeit“. Am 2. August wird Zeruya Shalev in Lübeck in der Petrikirche zu erleben sein, zusammen mit der Schauspielerin Maria Schrader, die auch Regie geführt hat bei der Verfilmung von „Liebesleben“.

Assaf Gavron hat Romane und Erzählungen geschrieben, Autoren wie Jonathan Safran Foer und J. D. Salinger übersetzt und singt in einer Rockband. Er ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller seines Landes. Erst als Soldat in Gaza sei ihm klar geworden, was Israel den Palästinensern antue, sagte er in einem Interview. Sein aktueller Roman heißt „Achtzehn Hiebe“. In Lübeck wird er am 3. August lesen, am 31. Juli in Dersau am Großen Plöner See.

Lizzie Doron hat ihr jüngstes Buch „Sweet Occupation“ nur in Deutschland veröffentlichen können. In Israel gelte sie wegen der darin enthaltenen Interviews mit drei ehemaligen palästinensischen Terroristen „als Verräterin“, sagte sie. Am 6. August liest sie in Lübeck, am 9. August in Lauenburg.

Der österreichische Autor Norbert Gstrein wird am 21. August aus seinem Israel-Roman „In der freien Welt“ vortragen, moderiert vom Grass-Haus-Leiter Jörg-Philipp Thomsa. Vier Tage später werden die Lyrikerinnen Adi Keissar und Maria Natt im Grass-Haus im Rahmen der Museumsnacht aus ihren Arbeiten lesen – auf Hebräisch, (Platt-)deutsch und Englisch. int

Info: www.literaturhaus-sh.de

LN

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