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Kultur im Norden Mit dem Smartphone auf Motivsuche: Nachwuchs-Fotografen unterwegs
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18:23 09.04.2016
Lisa Wagner fotografierte zum Thema Schwarz-Weiß den Aussichtsturm im Wismarer Bürgerpark. Die 15-Jährige will später Fotografin werden.

Wichtig ist ein geschultes Auge, die notwendige Technik hat heutzutage fast jeder Jugendliche auf seinem Smartphone. Nach diesem Prinzip arbeiten neun junge Talente vom Wismarer Friedenshof an ihrem Fotoprojekt. Einmal wöchentlich treffen sich die Nachwuchs-Fotografen, um über ihre Schnappschüsse zu sprechen, weniger gelungene auszusortieren oder über die Bearbeitung zu beraten. Unterstützt werden sie dabei von Streetworkerin Wenke Reimer und Prof. Knut Wolfgang Maron von der Hochschule Wismar. Das Ziel ist es, die besten Aufnahmen bei einer Ausstellung Anfang September in der Volkshochschule zu präsentieren. „Wir dürfen die Eröffnungsschau zum Semesterstart übernehmen“, erzählt Maron stolz.

Regelmäßig treffen sie sich wöchentlich zum Austausch am Wismarer Friedenshof / Spenden gesucht.

Spenden gesucht: Wer das Fotoprojekt unterstützen möchte, meldet sich unter lokalredaktion.wismar@ostsee-zeitung.de oder unter ☎ 03841/41 56 25;

Treffpunkt Fotoprojekt: mittwochs, 19.30 Uhr, Ökumenischer Kirchenladen, Promenadencenter (Kapitänspromenade) am Friedenshof

Drei Schwerpunkte werden für die Ausstellung bearbeitet. Das Thema „Licht“ haben die Jugendlichen bereits durch, nun steht Schwarz-Weiß auf der Tagesordnung. „Rund zwei Monate geben wir uns Zeit für einen Komplex“, erklärt Maron. „Jeder soll von den Bildern des anderen lernen und dadurch auch seinen eigenen Stil entwickeln.“ Ein gutes Training für einen geschulten Blick. Bis zu den Sommerferien soll die Auswahl abgeschlossen sein.

Die Ausstellung im September ist nicht die erste für die Jugendlichen. Im vergangenen Oktober zeigten sie ihre Werke unter dem Motto „Generation Selfie: Mit unseren Augen“ im Baumhaus. Zusätzlich zur Schau wurde eine Auswahl an Bildern in einem Prospekt abgedruckt. „Das ist natürlich toll, so ein Katalog zum Abschluss in der Hand zu halten“, sagt Wenke Reimer. „Das macht stolz!“ Doch der Druck ist teuer. „Deshalb sind wir über jegliche finanzielle Hilfe von Spendern dankbar“, betont Maron. „Denn auch das Vergrößern der Abzüge kostet Geld.“ Doch der Aufwand lohnt sich. „Das hat uns allen so viel Spaß gemacht im vergangenen Jahr, dass Herr Maron und ich uns entschieden haben, das Projekt weiterzuführen“, erzählt Wenke Reimer. „Die jungen Leute sind durchaus in der Lage, etwas zu schaffen. Sie haben Talent“, ergänzt Maron.

Neue Gesichter sind gern gesehen in der Fotogruppe. „Das Alter und die Nationalität sind nebensächlich, ebenso die Technik“, sagt Maron. „Die heutigen Handykameras haben meist eine sehr gute Qualität.“ Auch die Bildbearbeitung wird mit wenigen Klicks per App gemacht. Welche Programme die Jugendlichen dafür nutzen, entscheiden sie selbst. „Jeder kann so auf seine Art und Weise kreativ sein“, so Marons Beobachtung.

Von Vanessa Kopp

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