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Mix aus Klassik und klassischer Moderne

Lübeck Mix aus Klassik und klassischer Moderne

Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri bietet in seiner letzten Saison in Lübeck ein vielfältiges Konzertprogramm.

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Hat das Konzertangebot erneut erweitert: das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck.

Quelle: Jochen Quast

Lübeck. Für seine letzte Konzertsaison als Lübecker Generalmusikdirektor (GMD) hat Ryusuke Numajiri ein Programm zusammengestellt, das es in sich hat. Neben altvertrauten Klassikern stehen Werke der Moderne, genauer gesagt: der klassischen Moderne. Alban Bergs Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ entstand 1935, vor 81 Jahren. Sieben Jahre später schrieb Arnold Schönberg sein Klavierkonzert op. 42, auch dieses Konzert ist also längst im Rentenalter. Und doch gilt die Musik von Berg und Schönberg noch immer als „modern“, sie wirkt auf einen Teil des Publikums noch immer abschreckend. Leider, denn gerade das Violinkonzert von Alban Berg gehört zu den herausragenden Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Dass es Ryusuke Numajiri gelungen ist, mit Arabella Steinbacher eine weltweit erfolgreiche und als beste deutsche Violinistin ihrer Generation gefeierte Virtuosin zu verpflichten, ist dem GMD hoch anzurechnen. Ebenso die Verpflichtung von Marie-Luise Neunecker, eine der weltbesten Hornistinnen, die Richard Strauss’ Hornkonzert Nr. 1 Es–Dur spielen wird.

LN-Bild

Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri bietet in seiner letzten Saison in Lübeck ein vielfältiges Konzertprogramm.

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Numajiri setzt in der kommenden Saison auch die Tradition fort, Mitglieder der Lübecker Philharmoniker als Solisten einzusetzen. Nicholas Hancox, Solo-Bratscher des Lübecker Orchesters und seit kurzem auch als Dirigent tätig, wird im 2. Sinfoniekonzert Hector Berlioz’ „Harold en Italie“ für Bratsche und Orchester spielen. Der Erste Konzertmeister der Philharmoniker, Carlos Johnson, übernimmt den Solopart in Alexander Glasunows Violinkonzert a-Moll aus dem Jahr 1905. Eine herausfordernde Aufgabe: Glasunows Konzert gilt als eines der anspruchsvollsten der Violin-Literatur.

Nach dem großen Erfolg mit Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ am vergangenen Wochenende (s. u.) setzt Numajiri auch die Reihe der Sinfoniekonzerte fort, in denen Chöre zum Einsatz kommen. In Maurice Ravels Ballettmusik „Daphnis et Chloé“ singen der Chor des Theaters Lübeck und der Carl-Phlipp-Emanuel- Bach-Chor aus Hamburg. Ravel hat dieses Werk üppig instrumentiert. Zusätzlich zur normalen Orchesterbesetzung werden 15 verschiedene Schlaginstrumente und eine Windmaschine benötigt.

Im Neujahrskonzert steht am 1. Januar einmal nicht Beethovens 9. Sinfonie auf dem Programm. „Von Strauß zu Straus“ lautet der Titel der Walzerträume, die man laut Programmheft „an der schönen blauen Trave“ erleben soll.

Die Philharmoniker bieten auch in der kommenden Saison zehn Kammerkonzerte und zwei Klangbilderkonzerte – im Buddenbrookhaus und im Behnhaus – an. In den Kammerkonzerten findet sich wieder eine bunte Mischung von Klassik, Romantik bis hin zu Astor Piazzolla. Musikalische Raritäten wie die Klavierquintette von Johann Nepomuk Hummel, Louise Farrenc und Ralph Vaughan Williams werden ebenfalls aufgeführt.

Die Reihe der vier Kinderkonzerte wendet sich an das jüngste Publikum. Immer mit dabei ist ein mysteriöser Herr namens Johann von Rasselstein. Verkörpert wird der seltsame Gast von dem Schauspieler und Musiker Johannes Merz, der im Weihnachtsmärchen „Pinocchio“ mitwirkte. Im ersten Kinderkonzert wird das musikalische Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ von Andreas N. Tarkmann aufgeführt (ab 5 Jahren). Es folgt für Kinder ab 6 Jahren das Programm „Geisterspuk und Hexentanz“. Geeignet für Kinder ab 7 Jahren ist das Konzert „Maschinenklänge – Klangmaschinen“. Den Abschluss der Kinderkonzerte bildet „Spuk im Museum“ (ab 6 Jahren).

Internet: www.theaterluebeck.de unter „Vorschau 2016/17“

Die neun Sinfoniekonzerte

1. Sinfoniekonzert (25. und 26. September): Werke von Strawinsky und Akira Miyoshi.

 

2. Sinfoniekonzert (30. und 31. Oktober): Werke von Beethoven und Berlioz.

3. Sinfoniekonzert: (27. und 28. November), Werke von Schönberg und Bruckner.

4. Sinfoniekonzert (18. und 19. Dezember): Werke von Liszt, Tschaikowsky und Glasunow.

5. Sinfoniekonzert (12. und 13. Februar): Werke von Mozart und Schubert.

 

6. Sinfoniekonzert (9. und 10. April), Werke von Richard Strauss und Johannes Brahms.

7. Sinfoniekonzert (7. und 8. Mai): Werke von Berg und Mahler.

8. Sinfoniekonzert (18. und 19. Juni): Werke von Chabrier, Debussy, Jean Françaix und Ravel.

Das 9. Sinfoniekonzert ( 16. und 17. Juli) soll im Konzertsaal stattfinden, das Programm steht noch ncht fest.

Jürgen Feldhoff

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