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Mix aus Musik, Kultur und Geselligkeit

Mix aus Musik, Kultur und Geselligkeit

Hochkarätige Künstler treffen auf entspannte Zuhörer beim Musikfest auf dem Lande auf Gut Hasselburg.

Hasselburg. Die spätbarocke Gutsanlage bietet eine Kulisse vom Feinsten, beim Wetter triumphiert die Sonne über die dunklen Regenwolken – und, ach ja, exzellente Musik gibt es auch noch zu hören: Das dritte der fünf Musikfeste auf dem Lande in Gut Hasselburg lädt an diesem Wochenende wieder nicht nur Liebhaber der klassischen Musik zu einem Ausflug ins Grüne ein.

Wer richtig genießen will, kommt mit Zeit, Campingausrüstung und gefülltem Picknickkorb zum Musikfest. So jedenfalls haben es Margrit Beckmann und Claudia Strozyk aus Lübeck gemacht. Sie sitzen zusammen mit ihren Freundinnen auf der Rasenfläche zwischen Torhaus, Herrenhaus und reetgedeckter Konzertscheune, in Gesellschaft von vielen anderen Gruppen von Menschen. Auf dem Tisch stehen Salate und Käsehäppchen, auch Sektgläser aus Plastik sind zu sehen. Die Frauen blinzeln entspannt in die Mittagssonne, genießen das Ambiente aus historischem Gemäuer und Grün. „Es ist dieser Mix aus Musik, Kultur und Geselligkeit“, erklärt Margrit Beckmann, warum sie immer wieder zu den Musikfesten kommt. Ihre Freundinnen nicken. In Sachen Musik lassen sich die Frauen gern mal überraschen: „Ich weiß

diesmal überhaupt nicht, was kommt“, sagt Anja Filke.

Das erfährt die Stockelsdorferin kurz darauf in der gut gefüllten Scheune von Moderatorin Ines Barber. Die Journalistin und Autorin führt charmant „op platt“ durch das Programm und kündigt als erste Künstlerin die junge Pianistin Lilit Grigoryan an. Die kommt auf die Bühne und nimmt nicht sofort am Steinway-Flügel Platz, sondern gibt dem Publikum erst noch eine kleine Einführung in das von ihr gewählte Programm. Es besteht aus jeweils einer Variation und einer Sonate von Joseph Haydn, dem das Schleswig-Holstein Musik Festival den diesjährigen Komponistenschwerpunkt gewidmet hat, sowie von Haydns Schüler Ludwig van Beethoven. Die sympathisch vorgebrachten Erläuterungen der jungen Pianistin kommen beim Publikum ebenso gut an wie ihr leidenschaftliches und versiertes Spiel.

Schon diese erste Stunde Musik hat Irene und Karl-Heinz Hofius bestätigt, dass sich ihre über 200 Kilometer weite Anreise zum Musikfest wieder einmal gelohnt hat. „Wir sind immer aufs Neue unglaublich erstaunt, wie viele wunderbare junge Künstler hier spielen, die bereits Weltklasse sind“, sagt das Ehepaar aus Walsrode in der Lüneburger Heide, das dem Festival schon seit der Gründung durch Justus Frantz die Treue hält. Ihm habe Schleswig-Holstein viel zu verdanken, denn mit dem Festival sei das Land in Deutschland und darüber hinaus bekannt geworden. In Hasselburg ist das Paar zum ersten Mal, hat sich in einem der Zimmer des in den vergangenen Jahren durch die Stahlberg Stiftung aufwändig sanierten „Kultur Gutes“ eingemietet und Karten für alle Konzerte am Sonnabend und Sonntag besorgt. Auf die Pianistin Lilit Grigorgyan folgen am Sonnabend unter anderem noch das „etwas andere Streichquartett“ Hot Club of St. Pauli und die Klezzmates mit „Modern Klezmer Music“. Am heutigen Sonntag steht unter anderem zum Abschluss „Best of Tea Time“ mit Ensembles der Orchesterakademie auf dem Plan.

Doch auch für Irene und Karl- Heinz Hofius sind nicht die einzelnen Künstler ausschlaggebend dafür, dass sie dem Festival und insbesondere den Musikfesten seit über 25 Jahren die Treue halten. „Die standen auch noch gar nicht fest, als wir im Frühjahr die Karten gekauft und die Unterkunft gebucht haben.“ Dass die Musik „kultiviert“ sei, darauf könne man sich in jedem Fall verlassen. Ebenso wie auf das wunderschöne Ambiente, bei dem es gern etwas leger zugehen dürfe.

Wer jetzt Lust bekommen hat: Für den heutigen Sonntag in Hasselburg (11 bis 16 Uhr) gibt es auch für Kurzentschlossene noch Karten.

Sabine Spatzek

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