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Kultur im Norden Mozarts „Zauberflöte“ ist Höhepunkt zum Saisonstart
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18:12 19.04.2016

. Viele frische Impulse haben Hamburgs neuer Generalmusikdirektor Kent Nagano und Opernintendant Georges Delnon versprochen — dieses Versprechen wollen sie auch in ihrer zweiten Spielzeit halten. „Die Oper ist nicht nur für privilegierte Menschen, die die Tiefe dieser Kunstform schon kennen, sondern Oper ist für alle da“, sagte Nagano gestern.

Eröffnet wird die neue Saison mit Mozarts „Zauberflöte“ in einer Inszenierung von Jette Steckel unter der musikalischen Leitung von Jean-Christophe Spinosi. Damit die Premiere für alle Hamburger zu sehen ist, wird sie wieder auf einer Kino-Leinwand am Jungfernstieg übertragen.

„In Zeiten von Umbruch, von Wertediskussion und fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen stellt die Staatsoper Hamburg mit Mozarts Meisterwerk die Oper in den Mittelpunkt, die sich exemplarisch mit der Würde des Menschen und der Sinnhaftigkeit des Lebens auseinandersetzt“, sagte Delnon. Außer der Premiere im großen Haus wird es eine Kinderoper und ein Stadt- und Schulprojekt geben, bei dem opernbegeisterte Laien Teile der „Zauberflöte“ einstudieren. Der ungarische Komponist und Dirigent Péter Eötvös wird seine Oper „Senza Sangue“ in einer szenischen Uraufführung zusammen mit Béla Bartoks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ präsentieren.

Kent Nagano wird Alban Bergs Oper „Lulu“ dirigieren, es inszeniert der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler. „Ich wollte schon immer mit Marthaler zusammenarbeiten, aber bisher hatte es nicht geklappt“, sagte Nagano und betonte, dass er mit ihm auf einer Wellenlänge liege.

Die Oper „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss wird der langjährige Regisseur des Hamburger Thalia Theaters, Andreas Kriegenburg, inszenieren. Neben dem Oratorium von Jörg Widmann wird das Staatsorchester unter Leitung von Nagano außerdem Gustav Mahlers 8. Sinfonie in der Elbphilharmonie präsentieren. Erstmals in Hamburg zu erleben ist der spanische Regisseur Calixto Bieito mit Verdis Oper „Otello“, eine Übernahme des Theater Basel.

Beim Hamburg Ballett steht die Saison 2016/2017 im Zeichen der Tradition Russlands. Ballettintendant John Neumeier wird seine tänzerische Sicht auf den berühmten Roman „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi präsentieren. Die getanzte Version von Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“, die Neumeier 2015 mit dem Ballett der Pariser Oper kreiert hat, feiert Hamburg- Premiere.

„Für mich ist ,Das Lied von der Erde‘ die ergreifendste und erhabenste Sinfonie von Mahler, die ich jahrzehntelang nicht zu choreographieren wagte“, sagte Neumeier.

Carola Große-Wilde

LN

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