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Kultur im Norden Mühseliger Auftakt mit einem großartigen Finale
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22:12 07.10.2017

Zahlreiche Erstsemester saßen an den Pulten, das Zusammenspiel war noch nicht so ausgeprägt, wie es nach einigen weiteren Probenzeiten sicherlich sein wird.

Deutlich wurde das bereits in Arnold Schönbergs zweiter Kammersinfonie zum Auftakt. Der Dirigent ließ sie in großer Besetzung spielen, wohl, um den jungen Musikerinnen und Musikern etwas mehr Sicherheit zu geben. Altstaedt schlug sehr deutlich und mit größter Präzision, dennoch entstand kein einheitliches Klangbild. Die Instrumentengruppen spielten nicht harmonisch miteinander, sondern nebeneinander her. In Debussys „La Mer“ wurde dieses Manko noch offensichtlicher. Von den impressionistischen Klangmalereien war kaum etwas zu hören, der Zauber, den dieses Werk verbreiten kann, blieb aus. Redlich gespielt – aber mehr auch nicht. Vielleicht war das Orchester mit dieser Aufgabe schlicht überfordert.

Nach der Pause dann Beethovens „Eroica“. Auch sie wurde redlich absolviert, mit stets zu lauten Bläsern und ohne inhaltliche Ausdeutung. Zwar wählte der Dirigent zügige Tempi, Atmosphäre und Stringenz entstanden trotzdem nicht.

Überaus charmant dagegen die Zugabe: Dirigent Christoph Altstaedt griff zum Mikrophon und sang Charles Trenets unsterbliches Chanson „La mer“. Hier begleitete das Orchester ganz wunderbar – ein großartiges Finale. Fel

LN

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