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Musik der Freundschaft

Lübeck Musik der Freundschaft

Lübecker und Pariser Orchester spielten gemeinsam.

Lübeck. Am Sonnabend kam es zu einem denkwürdigen Konzert in der Aula der Freien Waldorf-Schule Lübeck. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Freundschaftsabkommens zwischen Frankreich und Deutschland („Élysée-Vertrag“) hatte sich das Lübecker Kammerorchester mit dem französischen Orchestre Impromptu aus Paris zusammengetan. Die Musiker sind einander nicht unbekannt. So unternahmen sie bereits gemeinsam eine Konzerttournée durch China zum Jahreswechsel 2012/13, was die etwas eigenwillige Programmgestaltung erklären mag. Anfangs erklang Brahms‘ spätes Doppelkonzert a-moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102, das die Musiker mit vollem Einsatz und kräftigem Klang unter ihrem Dirigenten Bruno Merse angingen. Als Solisten waren der Konzertmeister der Lübecker Philharmoniker Carlos Johnson, Violine, und der rumänische Cellist Rodin-George Moldovan engagiert worden. Dabei ergänzte der zurückhaltender und differenzierter agierende Carlos Johnson den mit großer Geste und leidenschaftlicher Hingabe musizierenden Cellisten, so dass beide Parts ganz im Sinne Brahms‘ zu einem Instrument zu verschmelzen schienen.

Im zweiten Teil umrahmten dann Frühlingsstimmen-Walzer, Tritsch-Tratsch-Polka und Radetzky-Marsch von Johann Strauß Sohn und Vater zwei Genrestücke chinesischer Komponisten: Li Huanzis Ouvertüre „Zum Frühlingsfest“ und Hams‘s Oweens „Angry Birds“. Zum Schluss erklang die Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, deren Stil und Ausdruckswelt so weit entfernt von den chinesischen Stücken gar nicht lag. Das Publikum im gut besuchten Saal war begeistert. Dieter Kroll

LN

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