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Musik – hausgemacht in Lübeck

Lübeck Musik – hausgemacht in Lübeck

Straßen und Höfe Lübecks werden beim Hansekultur-Festival zur Bühne für die facettenreiche und junge Musikszene der Hansestadt.

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Die Musiker der Lübecker Band „Paint“, Thies Reinck (v.l., Drums), Fabian Bade (Gitarre, Keyboard) und Felix Wohlstein (Bass) kennen sich schon seit Schulzeiten. Heute sind sie mit ihrem „Fettfunkrock“ um 20.30 Uhr auf dem Koberg zu hören.

Quelle: Fotos: Roland Willaert, M. Gerke

Lübeck. Die Altstadt ist die perfekte Kulisse fürs Heimspiel – denn das wird es für viele der Bands, die an diesem Wochenende ihre Instrumente anstimmen und ihr Repertoire auspacken werden, um es auf der Festivalbühne des Kobergs und in den Straßen und Höfen zu präsentieren. Zum ersten Mal haben die Hanseaten – und ihre Gäste – während des Hansekultur-Festivals mit seinem reichen Musikprogramm Gelegenheit, die vielfältige und dynamische Lübecker Musikszene in ihrer Vielfalt kennenzulernen. Ganz junge Bands sind darunter wie die Nachwuchsband „Arrested“, die 2014 aus einem Bandcoaching der RockPop-Schule Lübeck hervorgegangen ist, und „alte Hasen“ wie die Fettfunkrocker „Paint“, die bereits seit 2001 zusammen spielen und im Herbst 2015 ihr Debutalbum „Kabooom“ veröffentlicht haben.

LN-Bild

Straßen und Höfe Lübecks werden beim Hansekultur-Festival zur Bühne für die facettenreiche und junge Musikszene der Hansestadt.

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Die Termine des Hansekultur- Festivals und eine große Karte

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„Wir freuen uns riesig auf den Auftritt und haben uns intensiv vorbereitet, das Set noch einmal überarbeitet und noch etwas an unserem neuen Song ,Break out’ gefeilt“, sagt Dominik Noack, Keyboarder und Bandleader von „Arrested“. „Mit dem Festival bietet die Stadt jungen Musikern die Gelegenheit, sich zu zeigen, die ganze Stadt ist involviert, jeder nimmt daran teil – das ist eine coole Sache, so etwas hat es in Lübeck noch nicht gegeben.“ Die sechs Musiker und Musikerinnen von „Arrested“ haben mit Unterstützung ihres Coaches Gordon Krei von der Band „Die Fischer“ zu ihrem eigenen Stil gefunden, einer rockigen, tanzbaren Mischung aus Poprock und Crossover. Ihre Songs entstehen beim gemeinsamen Jammen, die Sängerinnen Josi und Wencke schreiben die englischsprachigen Texte. Lübecks derzeit vielleicht angesagteste Nachwuchsband will gehört werden – in Lübeck und über die Altstadtinsel hinaus. „Wir hatten 2015 ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagt Dominik, „daran wollen wir natürlich anschließen.“

Auch die Lübecker Newcomer „Kid Kommander“, die mit ihrem Brit-Pop als Geheimtipp gelten, wollen gehört werden, ebenso wie die Band „Maudite“, fünf junge Musiker um Sänger und Songschreiber Lennard Ohm, die sich vor fünf Jahren auf einer Party zusammengefunden haben. „Maudite“ hat sich mit seinem Mix aus Rock und Folk, gepaart mit Funk und Blues und unerwarteten Dub Elementen, bei zahlreichen Gigs Gehör verschafft und sich neben einigen Preisen auch eine kleine Fan-Gemeinde erspielt. Groß rauskommen – na klar wollen sie das! Deshalb singen sie auch in englischer Sprache: um so mit ihren Texten ein größeres Publikum zu erreichen und anzusprechen.

Die drei Musiker von „Paint“ setzen dagegen auf die Überzeugungskraft deutscher Texte – mit Erfolg. Die Band aus drei Lübecker Schulfreunden besteht seit 2001; Felix Wohlstein, Fabian Bade und Thies Reinck sind mit einer eigenen Musikagentur und als Initiatoren des „Stereo Park Festivals“ seit langem in der Lübecker Musikszene aktiv und haben zum Hansekultur-Festival an der Auswahl der Bands für die Koberg-Bühne mitgearbeitet. Einer der Höhepunkte verspricht der Auftritt von „Northern Lights“ am Sonntagnachmittag im Gefängnishof zu werden: Die vierköpfige Lübecker Band um Schauspieler und Sänger Jonas Nay begeistert mit komplexem, eingängigem „Progressive Pop“ und als mitreißende Live-Band den Norden.

Regine Ley

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