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„Musik ist das Wichtigste“, sagt Michael Willert

WAS MICH BEGEISTERT „Musik ist das Wichtigste“, sagt Michael Willert

Lübeck, das ist für mich ein Zusammenfluss von Geschichte und Kultur im Nordischen Raum, der alles andere in den Schatten stellt und mich immer wieder in seinen Bann zieht.

Lübeck. Lübeck, das ist für mich ein Zusammenfluss von Geschichte und Kultur im Nordischen Raum, der alles andere in den Schatten stellt und mich immer wieder in seinen Bann zieht. Angefangen bei dem bunten Häusermeer und den Kirchen der Altstadt bis zur maritimen Umgebung des Hafens, welche, so finde ich, am eindruckvollsten von der Warburg-Brücke aus zu beobachten ist.

 

LN-Bild

Michael Willert (53) ist seit zwölf Jahren Vorsitzender der Deutschen Jugend Brassband Lübeck. Der selbständige Maurermeister aus Groß Grönau kam mit 14 Jahren zu der Musikapelle, bis vor drei Jahren schlug er noch aktiv die Trommel. Die „Marching Bell“ auf dem Foto ist das Instrument seiner Frau Brigitte – er lernte sie in der Brassband kennen, und auch die gemeinsamen drei Kinder spielen in der Kapelle, die 2016 dreifacher Deutscher Meister wurde.

Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen

Auch ein Besuch im Hansemuseum ist auf jeden Fall, nicht nur für jeden Lübeck-Besucher, sondern auch für uns Hansestädter lohnenswert und zeigt die mittelalterliche Welt der Hanse, die unsere Stadt stark geprägt hat, für Jung und Alt.

Die weitere Umgebung bietet ebenfalls sehr viel, sodass es mich an meinen freien Wochenenden immer wieder bei jedem Wind und Wetter ins beschauliche Sierksdorf (Kreis Ostholstein) verschlägt, um bei langen Spaziergängen den Strand und die Ostsee zu genießen.

Bewegend ist für mich auch immer ein Ausflug durch den ehemaligen „Eisernen Vorhang“ ins mecklenburgische Schattin von meinem Heimatort Groß Grönau aus. Der Weg dorthin zeigt mir immer wieder beeindruckend, dass es doch weiter geht als in meiner Kindheit empfunden, wo die Welt bei dem „Vorhang“ aufhörte. Wunderbar kann man bei einer Rast im Café „Alte Zeiten“ die Seele baumeln lassen und Vergangenes reflektieren.

Kultur genießen, das heißt für mich: ein Besuch in einem der vielen Lübecker Theater, wie zum Beispiel dem plüschigen und darum sehr gemütlichen Volkstheater Geisler . Oder der urdemokratische Lübecker Volksfestzug , der sich in jedem Jahr im Juni mit zirka 3000 Teilnehmern durch die Altstadt schlängelt und den ich gerne mitgestalte um somit Tradition am Leben zu erhalten.

Aber auch Konzerte in der MuK zu hören und zu erleben gehört für mich zum Kulturgenuss, denn durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Deutschen Jugend Brassband Lübeck steht für mich Musik bei allen Dingen ganz oben auf der Agenda. Da hat Lübeck gerade im ehrenamtlichen Laienbereich sehr viel zu bieten. Begeisterung kommt deshalb stetig bei mir auf, wenn junge Leute den Weg in unsere Musikvereine finden und diese musikalisch vielfältigen Gruppen von den Lübecker Stiftungen unterstützt werden.

Als besonders spannende Lektüre kann ich jedem meinen Lieblingsautor Sebastian Fitzek ans Herz legen. Ein Autor, der für mich so manche Nacht zum Tag machte.

LN

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