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Musik unserer Zeit für junge Ohren

Lübeck Musik unserer Zeit für junge Ohren

Die Konzertreihe „Klangrauschen“ geht mit spannenden neuen Klängen in die dritte Spielzeit.

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Ninon Gloger leitet das Lübecker „Klangrauschen“.

Quelle: Foto: Neelsen

Lübeck. In der kommenden Woche geht die Reihe „Klangrauschen — Musik für neugierige Ohren“ in die dritte Spielzeit. Das Lübecker Ensemble Radar spielt Neue Musik für geübte und ungeübte Hörer. Felix Kroll, Akkordeonist der Formation, sagt: „Wir wollen dem Publikum die Angst vor zeitgenössischer Musik nehmen.“ Das erreicht die Pianistin Ninon Gloger, die auch Organisation und Leitung übernimmt, unter anderem durch ihre lebendige Moderation. Ihr ist es wichtig, mit der Konzertreihe vor allem jungen Komponisten und Interpreten einen professionellen Rahmen zu bieten. So kann „Klangrauschen“ bereits sieben Uraufführungen verzeichnen, aber auch Werke von bekannteren Komponisten wie Morton Feldman standen bereits auf dem Programm. Ein weiterer Bestandteil des Konzepts sind multimediale Grenzüberschreitungen, Performance, Tanz, Theater und Installationen.

Neue Musik hat in Lübeck zwar noch einen geringen Stellenwert, doch die 2011 ins Leben gerufene Konzertreihe kommt bei den Besuchern gut an, sagt Peter Messerschmidt, Leiter der Essigfabrik: „Bei Neuer Musik hören die Zuhörer konzentrierter zu, das Publikum war bisher immer begeistert!“ Und Ninon Gloger ergänzt: „Die Neue Musik ist die Musik unserer Zeit. Als Mozart gelebt hat, wurde auch nicht ständig alte Musik gespielt. Die Interpreten leben in ihrer Musik, sie sind damit aufgewachsen.“

In dieser Saison sind sechs Konzerte und neun Uraufführungen geplant. Zu der Besetzung am Freitag gehören neben Gloger und Kroll auch der Saxofonist Martin Possega, der Schlagwerker Jonathan Shapiro und der Kontrabassist John Eckhardt. Gespielt werden Werke von James Tenney, Reso Kiknadze und Alexander Schubert, sowie von Radar selbst gestaltete Stücke und Improvisationen .

Wie man für neugierige Ohren spielt, das wissen die Mitglieder des Radar Ensemble ziemlich gut. „Wenn ich meine Stücke übe, macht meine fünfjährige Tochter mit! Sie weiß genau, wie die Stücke anfangen“, lacht Shapiro.

Die Liebe zur Musik kennt auch Felix Kroll von seinen Kindern. Sie interessieren sich sehr für die Instrumente, die auf der Bühne im Einsatz sind. Und wenn Ninon Glogers dreijährige Tochter ihre Mama auf der Bühne sieht, kann es schon mal sein, dass sie eine Stunde lang still sitzt und gebannt zuhört. „Das kommt bei den Kinderliedern, die sie gern hört, eher selten vor. Aber für sie ist das eben alles Musik.“

Auftaktkonzert: Freitag, 20. September, 20 Uhr, Essigfabrik Lübeck, Kanalstrasse 26-28.

„Bei neuer Musik hören die Zuhörer konzentrierter zu.“
Peter Messerschmidt

Theresa Szorek

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