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Musikalische Raritäten aus der Kaiserzeit

Lübeck Musikalische Raritäten aus der Kaiserzeit

Die Scharwenka-Gesellschaft veranstaltet am Himmelfahrtswochenende ihr 26. Kammermusikfest im Lübecker Kolosseum.

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Die Pianistin Evelinde Trenkner ist Vorsitzende der Scharwenka-Gesellschaft und eröffnet mit ihrer Partnerin Sontraud Speidel das Festival.

Lübeck. Letztes Jahr war Jubiläum, in diesem Jahr geht es weiter. Zum 26. Mal findet vom 5. bis zum 7. Mai im Kolosseum das Internationale Lübecker Kammermusikfest statt — und das Programm ist wieder ganz ausgezeichnet zusammengestellt.

Wie Evelinde Trenkner, Pianistin und Vorsitzende der Scharwenka- Gesellschaft, mitteilte, sind am Himmelfahrtswochenende unter anderem wieder der Pianist Alexander Markovich und der Cello-Weltstar Natalia Gutman mit dabei. Auf dem Programm stehen zum größten Teil wieder Raritäten aus der deutschen Kaiserzeit von 1871 bis 1918. Ganz so eng sehen die Veranstalter diese musikalische Klammer aber zum Glück nicht mehr. Tango gehört deshalb seit einigen Jahren zum festen Repertoire des Kammermusikfestes — und Astor Piazzolla war schließlich einer der bedeutendsten Komponisten des 20.

Jahrhunderts. Er gehört ganz einfach dazu, obwohl sein Heimatland Argentinien — im Gegensatz zu Brasilien — niemals ein Kaiserreich war.

Den ersten Abend des Festivals eröffnen traditionsgemäß Evelinde Trenkner und ihre Duo-Partnerin Sontraud Speidel. Sie widmen sich in diesem Jahr Bedrich Smetanas Zyklus sinfonischer Dichtungen „Mein Vaterland“. Zu Gehör kommen natürlich „Die Moldau“ sowie der zweite Satz „Sarka“. Danach bietet das Kammermusikfest wieder dem Nachwuchs eine Chance. Das Trio Clarinoir mit den drei Klarinettisten Ivo Ruf, Ilja Ruf und Nikolai Gast spielt Auszüge aus seinem Programm „Mozart on the Road“, Musik vom kaiserlichen Wien bis zum Klezmer aus Odessa. Nach der Pause bieten dann die großartige Sopranistin Christiane Oelze und ihr Gitarren-Begleiter Christian Kiefer „Lieder aus fünf Jahrhunderten“.

Den zweiten Abend beginnt das hochgelobte Armida Quartett mit Werken von Schumann und Schostakowitsch. Nach der Pause kommt dann ein alter Freund des Festivals zum Zuge: Alexander Markovich. Der Pianist spielt von Xaver Scharwenka komponierte Variationen über Operettenmelodien sowie eigene Improvisationen von Kalman bis Tschaikowsky.

Am dritten und letzten Abend des Kammermusikfestes tritt zunächst das von Efim Jourist begründete Ensemble auf. Es spielt ein Arrangement von Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“, dann von Schostakowitsch die Jazz-Suite Nr. 2. Das Kammermusikfest endet mit dem Auftritt von Natalian Gutman (Cello) — sie gibt ihr Programm erst später bekannt.

Die Eintrittskarten kosten pro Konzert 20 Euro, ein Abo für 3 Abende 50 Euro. Der Vorverkauf hat begonnen.

LN

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