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Musikreise in die gute alte Zeit

Lübeck Musikreise in die gute alte Zeit

Hamburg um 1930: In einem Revuetheater geht es drunter und drüber, weil die neue Produktion rechtzeitig fertigwerden muss, obwohl der Star herumzickt.

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Theresa Szorek (vorn rechts) als Revue-Star Victoria.

Quelle: Neelsen

Lübeck. Hamburg um 1930: In einem Revuetheater geht es drunter und drüber, weil die neue Produktion rechtzeitig fertigwerden muss, obwohl der Star herumzickt. Zur selben Zeit in einer Hamburger Hafenkneipe: Der jüdische Besitzer der Pinte macht seiner Angebeteten endlich einen Heiratsantrag. Diese soll aber von der kleinen Choristin zum neuen Star des Revuetheaters aufsteigen – Probleme über Probleme gibt es in dieser Geschichte. „Irgendwo auf der Welt“ heißt die Revue an der Lübecker Musikhochschule, in der diese Story ganz großartig erzählt wird.

70 Mitwirkende spielen, singen, tanzen und musizieren, was das Zeug hält, ein Großprojekt für die Hochschule. Aber das Experiment funktioniert. Nicht nur, dass allen Beteiligten die Spielfreude anzumerken ist. Man sieht es der Revue an, mit wie viel Liebe zum Detail sie gestaltet worden ist. Am Skript hat unter anderem der Filmschauspieler Jonas Nay mitgewirkt, der an der Lübecker Hochschule Jazz- und Popklavier studiert. Die Charleston-Kostüme stammen von Ida-Marie Brandt und Adeline Block, das ganze Projekt stand unter Leitung von Bernd Ruf.

Wie sich die jungen Leute in die Schlagerwelt der alten Zeiten hineinfanden, war bemerkenswert. Da wurde Charleston getanzt, Steptanz gab es auch zu bewundern, das Orchester traf das Swing-Gefühl der „Roaring Twenties“ präzise. So wurde es eine beschwingte Revue, zweieinhalb Stunden ohne Längen und mit sehr guten Hauptdarstellern. Theresa Szorek als abgehalfterter Star, Katharina Horst de Cuestas als Nachwuchstalent Lilian, Konstantin Busack als ihr Mann David und nicht zuletzt Jonas Nay als Regisseur machten den Abend zu einem Erlebnis für das Publikum. Das durfte am Ende in einem ausgedehnten Medley sogar mitsingen. „Wochenend und Sonnenschein“ – auch wenn es regnete.

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