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Kultur im Norden Mut-mach-Kunst zum Lutherjahr
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18:16 10.06.2017

Wolfgang Tonnes farbstarke Bilder in Mixed-Media-Technik haben etwas gemeinsam: Sie machen Mut. Sie zeigen, dass es immer einen Weg gibt, ein Licht, selbst in dunklen Zeiten. Der Lübecker Künstler bezieht sein Vertrauen, das ihn und seine Kunst beseelt, aus seinem christlichen Glauben. Er sagt: „Wenn man den Mut hat, einen entscheidenden Schritt zu tun, eröffnet sich eine himmlische Leichtigkeit.“

„Mut macht Mensch“ heißt die Ausstellung, die analog zum Motto des Reformationsjubiläums in der Evangelisch-Reformierten Kirche in Lübeck eröffnet wird, Gastgeberin ist Pastorin Imke Akkermann-Dorn. Gezeigt werden 40 figurale und abstrakte Arbeiten, die Wolfgang Tonne mit Tusche, Acryl- und Wasserfarben gemalt und mit Fototechnik und Scannern bearbeitet hat. Schließlich wurden sie mit Injekt-Printern auf Papier oder unter Hitzeeinwirkung auf Leinwand gedruckt. Ein riesiges Transparent empfängt den Besucher am Eingang: Gottes schützende Hand streckt sich aus dem Himmel auf die Erde. Im äußeren Kirchenumgang sind Bilder unter dem Motto „Ein neues Herz“ angeordnet. Dazu zählt auch das einzig explizit politische Motiv: „Crash Pride“ – Willy Brandts berühmter Kniefall in Warschau in fulminanten Farben. Die übrigen Werke im lichten Innern gehören zu „Öffnen“,„Geliebt“,„Cross-Over“, „Erwarten“ und „Ergreifen“ . Von seinen Bildern verweist Tonne in einem Booklet auf Bibelzitate und bringt eigene Gedanken zum Ausdruck. Die Vernissage, Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen bis zum Herbst, ist eingebettet in einen Gottesdienst.

Vernissage heute 10 Uhr, Evangelisch-Reformierte Kirche, Königstraße 18, Lübeck, Ausstellung bis 10.9.

dku

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