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Neue Gründerzeit bei Verlagen

Frankfurt am Main Neue Gründerzeit bei Verlagen

Die Frankfurter Buchmesse wartet mit großem Digital-Programm auf.

Frankfurt am Main. Rund 7100 Aussteller aus 100 Ländern werden zur Frankfurter Buchmesse erwartet, die in vier Wochen beginnt. „Die Messe wird internationaler“, kündigte Buchmessen-Direktor Juergen Boos gestern an. Nur noch ein Drittel der Aussteller komme aus deutschsprachigen Ländern, dafür gebe es Wachstum im asiatischen Raum. Im vergangenen Jahr waren 7300 Aussteller zur weltgrößten Bücherschau gekommen.

Die Buchmesse, die am 8. Oktober eröffnet wird, will eine neue Gründerzeit im internationalen Verlagswesen in den Mittelpunkt stellen. Aufbruchstimmung herrsche bei Eigenverlegern, sagte Messedirektor Juergen Boos. Auch kleine Verlage arbeiteten inzwischen international und orientierten sich eher an Themen als an Ländern. Ebenso gründeten Servicedienstleister für Verlage, Software- und Spieleentwickler viele neue Firmen. Die Buchmesse biete Kontakte und Beratung an. Unter den neuen Unternehmen hob Boos die neue E-Book-Plattform Sobooks des Bloggers Sascha Lobo hervor, die Lese-, Empfehlungs- und Kaufplattform Flipintu sowie den Zusammenschluss großer Buchhändler und der Deutschen Telekom, Tolino, der dieses Jahr einen neuen E-Book-Reader einführte.

Boos rechnet an den fünf Messetagen mit 250 000 bis 300 000 Besuchern. Das Agentenzentrum für den Rechtehandel sei so groß wie nie, sagte Messesprecherin Katja Böhne. Als großen Trend machten die Rechtehändler „New adult“- Bücher aus — Jugendromane mit viel Erotik und Sex im Stil von „50 Shades of Grey“.

Ehrengast ist in diesem Jahr Brasilien, das mit 90 Autoren in Frankfurt vertreten sein wird, darunter Ana Maria Machado, Luiz Ruffato, Andréa del Fuego und Beatriz Bracher. 260 Neuerscheinungen aus und über Brasilien werden auf der Messe präsentiert, davon 117 belletristische Titel, teils mit Hilfe eines Übersetzungsförderprogramms ins Deutsche übertragen. 500 Veranstaltungen beschäftigen sich mit dem Gastland. Am 2. Oktober eröffnet die Schirn-Kunsthalle die Ausstellung „Brasiliana — Installationen von 1960 bis heute“.

LN

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