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Kultur im Norden Will man das wirklich alles wissen?
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16:29 27.11.2018
Schwierige Gespräche: Sigrid Dettlof, Uli Hausmann (M.) und Christian Glockzin. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Ein Weihnachtsstück im klassischen Sinne ist „Die Lüge“ nicht, jedenfalls keines, bei dem Tannenbaum, Lichterglanz und Geschenke zwingend zum Bühnenbild gehören. Dennoch passt die 2015 uraufgeführte Komödie des französischen Erfolgsautors Florian Zeller gut in die Jahreszeit, sagt Sigrid Dettlof vom Theater Combinale, wo „Die Lüge“ an diesem Freitag Premiere feiert. Das Team der Bühne in der Hüxstraße verspricht beste Unterhaltung und reichlich Diskussionsstoff rund um Frage, wie viel Wahrheit wir uns zumuten wollen und ob ein Schwindel nicht auch Ausdruck von wahrer Liebe und Freundschaft sein kann.

„Bei einem gemeinsamen Essen bricht etwas auf, über das sonst lieber geschwiegen wird – so etwas kommt an den Feiertagen ja doch häufiger vor“, erklärt Sigrid Dettlof. Die Combinale-Schauspielerin verkörpert eine der beiden Frauen im Stück, das sich um zwei langjährig miteinander befreundete Paare dreht. Ausgangspunkt der mit pointierten Dialogen und zahlreichen Wendungen gespickten Handlung: Alice (Dettlof) hat zufällig beobachtet, wie Michel (Ulli Haussmann), der Mann ihrer besten Freundin Laurence (neu im Combinale: Cornelia Schönwald), auf der Straße eine andere Frau küsst. Sie erzählt ihrem Mann Paul (L. Christian Glockzien) davon und will das geplante Essen mit den Freunden absagen – doch dann stehen Michel und Laurence schon vor der Tür…

Eine heikle Situation, aus der sich auch ein Drama anstelle einer Komödie entwickeln könnte. Eben das dürfe nicht passieren, sagt Regisseurin Nina Pichler aus Hamburg, die zum ersten Mal in Lübeck inszeniert. „Wir arbeiten sehr konzentriert, um es nicht zu sehr kippen zu lassen.“ Das Stück bietet aus ihrer Sicht ebenso viel Situationskomik wie Wortwitz, dazu die Leichtigkeit einer französischen Boulevardkomödie gepaart mit der bitterbösen Offenheit, wie man sie etwa auch von Yasmina Reza („Kunst“, „Der Gott des Gemetzels“) kennt.

Was das Ende des Stücks und die Antwort auf die Grundfrage „Würdest du es wissen wollen, wenn dich dein Partner betrügt“ angeht, hält sich das Combinale-Team bedeckt. Nur so viel: „Wir sind sicher, dass ,Die Lüge‘ bei den Besuchern zu zahlreichen Gesprächen führen wird.“

Die Premiere von „Die Lüge“ am Freitag im Theater Combinale, Hüxstr. 115 in Lübeck, ist bereits ausverkauft. Es gibt aber noch weitere Vorstellungen am Sonnabend (20 Uhr) sowie an zahlreichen Terminen im Dezember. Vorverkauf unter www.combinale.de, Tel. 0451 / 78817 oder direkt im Theater (Mo-Fr 10-14 Uhr).

Sabine Spatzek

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