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Neues aus der Lübecker Geschichte

Lübeck Neues aus der Lübecker Geschichte

Eine Stadt wie Lübeck, vollgestopft mit Geschichte und Geschichten, bietet sich immer wieder als Forschungsobjekt an.

Lübeck. Eine Stadt wie Lübeck, vollgestopft mit Geschichte und Geschichten, bietet sich immer wieder als Forschungsobjekt an. Was Fachwissenschaftler und Forscher aus Passion herausfanden, neu interpretierten oder anderenorts mit Lübeck-Bezug entdeckten, vereint der zum Jahresbeginn erschienene „Zeitschriftenband“ des Vereins für Lübeckische Geschichte. Der Band 96 mit den 2016 eingereichten Arbeiten wurde wieder von der früheren Archivdirektorin Antjekathrin Graßmann betreut und herausgegeben.

Ein solches Buch liest man nicht wie einen Krimi von vorn bis hinten im Stück durch. Man studiert zuerst das Inhaltsverzeichnis und bleibt vielleicht spontan an der Frage hängen: „Warum ging die Hanse zugrunde?“. Oder an den Briefen des ehemaligen Lübecker Baudirektors Hans Pieper. Von einem Nachfahren wurden Piepers Briefe an seine Kinder dem Archiv zur Verfügung gestellt. Die Briefe aus dem Jahre 1945 schildern die letzten Kriegstage und die Zeit danach in unserer Stadt. Der jetzige Leiter des Archivs, Jan Lokers, führt in die Materie ein.

Antjekathrin Graßmann veröffentlicht einen Bericht über Leben und Wirken von Alen Müller-Hellwig, die als Handweberin und Künstlerin selbst auf Weltausstellungen ausgezeichnet wurde. Ein weiteres Lübecker Frauenschicksal stellt Raffaella Bucolo vor, nämlich das der auf Gut Niendorf geborenen Archäologin Margarete Gütschow, die in den 1920er Jahren in Rom arbeitete. Als verschollen galt der vom Lübecker Kanzler Albrecht von Bardewik in Auftrag gegebene „Bardewiksche Codex von 1294“, eine Abschrift des Lübischen Rechts. Das wertvolle Pergament wurde in der Wolgastadt Jurjewetz gefunden.

Bei einem Aufsatz von Stephan Link sagt die Überschrift, worum es geht: „Die Lübecker Landeskirche, ihr Umgang mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum“. kd

Der Band mit 284 Seiten ist bei Schmidt-Römhild erschienen und kostet 36 Euro.

LN

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