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New York: Yoko Ono wird 85

New York New York: Yoko Ono wird 85

Viele Menschen kennen Yoko Ono nur in Zusammenhang mit Beatles-Sänger JohnLennon – dabei gab es ein Leben davor und seit 38 Jahren ein Leben danach, als Witwe, aber immer als erfolgreiche Künstlerin. Jetzt wird Yoko Ono 85 und kämpft nach wie vor für den Weltfrieden.

New York. Yoko Ono polarisiert – und das, obwohl sie doch eigentlich immer nur das fordert, was eigentlich niemand öffentlich ablehnen kann: Weltfrieden. Aber Ono war mit John Lennon zusammen, rund ein Dutzend Jahre, seit seiner Ermordung 1980 ist sie dessen Witwe. Trotzdem hassen manche Beatles-Fans die zierliche Frau mit den schwarzen Haaren bis heute und werfen ihr vor, die Band auseinander gebracht zu haben. Die Künstlerin, die am Sonntag 85 Jahre alt wird, lässt sich davon nicht beirren. Erst kürzlich zeigte sie sich beim „Women's March“ in New York mit „Imagine Peace“-Schild wieder auf Mission. „Wir Frauen müssen das machen“, sagte sie dem „New Yorker“, „für uns, aber auch für die Welt.“

 

LN-Bild

Lennon-Witwe Yoko Ono.

Quelle: Foto: Dpa

Ono ist und bleibt eine willensstarke Avantgarde-Künstlerin, „historisch bedeutend, bahnbrechend und einflussreich“, wie der Leiter des New Yorker Museums MoMA PS1, Klaus Biesenbach, es formuliert.

Seit dem Tod Lennons 1980 verteidigt Ono seinen Nachlass, macht weiter Kunst, kämpft unermüdlich für den Frieden – und stöhnt auch im gehobenen Alter bei Konzerten animalische Laute ins Mikrofon. „John ist immer mit dabei“, sagte Ono einmal. „Wir hatten ein besonderes Verhältnis, eine Art Absprache, nach der wir zusammengearbeitet haben. Und ich habe das Gefühl, auch heute arbeiten wir noch zusammen.“

Der 8. Dezember 1980 ist der Tag, der alles ändert: Vor dem pompösen New Yorker „Dakota“-Gebäude, in dem Yoko Ono bis heute lebt, erschießt Mark Chapman den Musiker.

„In den letzten fünfzig, sechzig Jahren wurde ich beschimpft, wurden Lügen über mich verbreitet und Hassbriefe an mich geschickt“, sagte Ono einmal. Den Hass habe sie „in positive Energie umgepolt“. „So viel Energie war das, dass ich jetzt genug für zweihundert Jahre habe.“

LN

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