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„Offen für Neues“, sagt Eric Staiger

Lübeck „Offen für Neues“, sagt Eric Staiger

Als ich zum Studium nach Hamburg kam, habe ich durch einen Zufall die gesamte Notensammlung eines ehemaligen Kapellmeisters geerbt – Klavierauszüge und Partituren ...

Lübeck. A ls ich zum Studium nach Hamburg kam, habe ich durch einen Zufall die gesamte Notensammlung eines ehemaligen Kapellmeisters geerbt – Klavierauszüge und Partituren der wichtigsten Werke der Opernliteratur! Das hat mich angestachelt, mich mit diesen Opern zu beschäftigen und neue Musik kennenzulernen. Ich bin in in viele Operninszenierungen in mehreren Städten gegangen. Großartig ist Richard Strauss’ „Elektra“ in Hamburg unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano: Man staunt vom Beginn bis zum Schluss; diese Oper verlässt die Konventionen, sie wühlt auf, begeistert, erfasst einen inhaltlich und musikalisch. Aufführungen sind noch heute Abend und am 29. Juni, jeweils 19.30 Uhr an der Hamburger Staatsoper.

 

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Eric Staiger (20) begann mit 12 Jahren, Klavier zu spielen, nur fünf Jahre später, mit 17, wurde sein Klaviertrio mit dem Jazz Baltica Förderpreis ausgezeichnet. Die von ihm gegründete „Big Frash Band“ bekam den „Skoda Jazzpreis 2014“. Der Lübecker studiert an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Jazzklavier. Seit 2014 ist Eric Stipendiat der Oscar und Vera Ritter Stiftung.

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Als Schüler in Lübeck hatte ich die Chance, an dem Projekt „Jugend ins Museum“ der Michael-Haukohl-Stiftung teilzunehmen und als Museumsführer ausgebildet zu werden. Die Stiftung ermöglicht es Schulklassen, kostenlos die Lübecker Museen zu besuchen, und dabei von dafür ausgebildeten Schülern mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten geführt zu werden. Ich habe damals Führungen im Holstentormuseum gemacht. Ich bin bis heute dankbar dafür und habe dabei unheimlich viel gelernt: vor Gruppen zu sprechen, Wissen aufzunehmen und zu teilen, und ich wünsche mir, dass viele Lehrer dieses Angebot mit ihren Klassen nutzen.

Musikalisch begeistert mich auf meinem Gebiet, dem Jazz, gerade die CD „Sternal Symphonic Society Vol. 2“ . Interessant ist schon die Konstellation der elf Musiker: ein Streichquartett, vier Jazzbläser und eine Rhythmusgruppe. Sebastian Sternal hat eine inspirierende und faszinierende Musik komponiert mit vielen Klangfarben und rhythmischen Finessen. Das Album ist mit dem Jahrespreis 2015 der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden.

Wer heute Nachmittag noch nichts vor hat, könnte sich das Konzert einer sehr guten Freundin von mir, der Bassistin Lisa Wulff , auf der Open Air Bühne der Jazz Baltica um 15.30 Uhr in Timmendorfer Strand anhören: Ihr Quartett besteht aus fantastischen Hamburger Musikern, die ausschließlich ihre Eigenkompositionen spielen. Der Eintritt ist frei.

Gerade gestern ist Lisa übrigens mit dem Jazz Baltica-Förderpreis ausgezeichnet worden!

LN

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