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Kultur im Norden Ohnsorg: Auf Teufels Schubkasse in die Saison
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18:16 22.08.2016

. Es ist ein Komödienklassiker an Hamburgs Ohnsorg-Theater: Seit 1947/48 hat „Op Düvels Schuuvkoor“ bereits vier Mal auf dem Spielplan gestanden; die Ensemble-Legenden Heidi Kabel und Henry Vahl brillierten darin als plietsches Gesindepaar auf einem Bauernhof der Nachkriegszeit, worüber man sich immer mal wieder bei Fernseh-Wiederholungen amüsieren kann. Zum Start in die neue Bühnensaison hat Karl Bunjes „Op Düvels Schuuvkoor“ („Auf Teufels Schubkarre“) nun zum fünften Mal Premiere an der niederdeutschen Volksbühne gefeiert. Der launige, vom angesehenen Gastregisseur Anatol Preissler mit leichter Hand inszenierte Abend fand lang anhaltenden Beifall des Publikums.

Urig und lustvoll verkörpern die Ensemblestars Beate Kiupel und Wolfgang Sommer die Magd Taline und den Knecht Jan, die das Gehöft seit Langem allein schmeißen. Unterstützt werden diese nur vom Flüchtlingsmädchen Marie (Christin Deuker). Jungbauer Heiko (Patric Dull) widmet sich derzeit vornehmlich der verbotenen Rübenschnapsbrennerei – und hat zudem ein Auge auf die fesche, aber frivole Tochter (Luisa Rhöse) des Dorfpolizisten (Dieter Schmitt) geworfen. Die turbulente Geschichte kommt dadurch in Gang, dass Heiko verkündet, die ältliche Taline heiraten zu wollen, wenn sie in Rekordzeit den Kuhstall ausmistet. Was diese prompt erledigt – und sich zum Entsetzen ihres Herrn alsbald ein Verlobungskleid bestellt.

Gewürzt mit viel Wortwitz und einem Dauerschnack des schlitzohrigen Jan schnurrt das Leben, Lieben und Treiben der Dörfler ohne ihre ursprüngliche ernste Folie unterhaltsam über die Bühne. Dass der Abend Spaß macht, liegt einmal mehr an versierten Akteuren.

Nächster Programmpunkt am Haus, das in dieser Saison letztmalig Intendant Christian Seeler leitet, wird ein ernstes Thema: nach Til Schweigers Alzheimer-Film ist ab 2.

Oktober „Honnig in’n Kopp“ („Honig im Kopf“) zu sehen.

Vorstellungen tägl. bis 1. Oktober, Karten-Tel. (040) 35 08 03 21.

LN

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