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Phemios Kammerchor ist „Meister“ im Norden

Lübeck Phemios Kammerchor ist „Meister“ im Norden

Phemios ist eine Figur aus der „Odyssee“. Während der Abwesenheit des Helden musste er für die Freier singen, die Penelope umwarben. Er sang so schön, dass Odysseus ihn leben ließ, als er die Freier tötete. Nach Phemios hat sich ein Lübecker Chor benannt.

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Der Phemios Kammerchor kurz vor seinem Auftritt bei der Landesentscheidung des Deutschen Chorwettbewerbs in Hamburg.

Lübeck. Und zwar ein überaus erfolgreicher: Beim Landeswettbewerb Hamburg/Schleswig-Holstein des vom Deutschen Musikrat ausgeschriebenen Wettbewerbs „Choralle“ schnitt der Kammerchor unter Leitung von Joachim Thomas als bestes Ensemble aus dem nördlichsten Bundesland ab. Der Phemios Kammerchor erreichte in der Wertung 24,5 von 25 möglichen Punkten, nur das Hamburger Cuori-Ensemble erreichte ebenfalls diese hohe Punktzahl. Der Phemios Kammerchor hat sich damit für das Finale des Deutschen Chorwettbewerbs qualifiziert, das im Mai in Freiburg ausgetragen wird.

Gegründet wurde der Kammerchor 2009 von Studierenden der Musikhochschule Lübeck. Aus einem kleinen Gesangsensemble entwickelte sich ein Kammerchor, der bereits kurz nach seiner Gründung beim Landeschorwettbewerb Schleswig-Holstein den zweiten Platz erreichte. Zur Zeit singen im Phemios Kammerchor 30 Sängerinnen und Sänger, geprobt wird wöchentlich Chormusik von der Renaissance bis zur Moderne. Der Phemios Kammerchor widmet sich vor allem der mehrstimmigen A-cappella-Literatur bis hin zu sechzehn Stimmen. Neben Chorkonzerten wirkt das Ensemble auch bei Großprojekten mit, zuletzt am Theater Lübeck in der Produktion „Mass“ von Leonard Bernstein.

Beim Landeswettbewerb beeindruckte der Kammerchor mit dem Werk „Iuppiter“ für Chor a cappella von Michael Ostrzyga, der hauptberuflich in Köln als Universitätsmusikdirektor wirkt. „Wir haben vor nichts Angst“, sagt Peter Eichenberg, der als erfahrener Sänger seit einigen Jahren im Phemios Kammerchor mitwirkt. „Unser Repertoire ist sehr breit gefächert, deshalb macht es auch so viel Freude, in diesem Chor zu singen.“ Eichenbergs Karriere ist typisch für die ambitionierten Laien, die in diesem Chor singen. Begonnen hat er in seiner Heimatstadt Wiesbaden im Knabenchor, später sang er bei den Taildes Comedians, bevor er dann zum Phemios Kammerchor stieß. „Die Chorkultur in Lübeck ist ganz außerordentlich“, sagt Eichenberg, „neben den Kirchenchören gibt es eine ganze Reihe sehr guter Ensembles. Das ist erstaunlich für eine Stadt mit 220000 Einwohnern. Und sehr erfreulich.“ Fel

LN

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