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Kultur im Norden Politische Zwänge und privates Glück
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18:12 10.10.2016

. Im Großen Haus des Rostocker Volkstheaters feierte am Sonntag das Schauspiel „Spur der Steine“ Premiere.  Erzählt wird die Geschichte des Zimmermanns Hannes Balla, der Ingenieurin Kathrin Klee und des Parteisekretärs Werner Horrath. Sie arbeiten im Chemiekombinat Schkona und sind in der jungen DDR den damaligen Ansprüchen und der Wirklichkeit ausgesetzt, die sich etwa durch starre Dogmen zeigt.

Der gleichnamige Film von Frank Beyer aus dem Jahr 1966 konnte erst nach 1989 gezeigt werden, Manfred Krug spielt darin den überaus selbstbewussten Hannes Balla. Für die Rostocker Theaterproduktion haben sich einige Individualisten der örtlichen Musikszene und Schauspieler des Volkstheaters zusammengetan. Sie erzählen nun aus ihren Blickwinkeln mit viel Gesang und Musik die Geschichte, die einem Roman von Erik Neutsch entstammt. Dabei geht es um den Gegensatz von System und Rebellion, von gesellschaftlichen Zwängen und privatem Glück.

Besetzt sind die Rollen ausschließlich mit jungen Leuten, die mit der DDR-Geschichte so gut wie nichts mehr zu tun haben. Sie wurden nach der Premiere im Großen Haus mit ausgiebigem Applaus bedacht. Auf Unverständnis stieß jedoch eine lange Videoeinspielung in schlechter Qualität, in der sich heutige Arbeiter zu ihrer Einstellung gegenüber ihrer Arbeit äußerten.

„Spur der Steine“ war die erste Inszenierung unter dem neuen Intendanten, Joachim Kümmritz.

LN

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