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Pop 2015: Adele, Helene und Co.

Pop 2015: Adele, Helene und Co.

Was bleibt vom Musikjahr? Ein fulminantes Comeback, Rock gegen Rechts, eine Verkaufskanone.

Berlin. Adele ist wieder da, deutsche DJs landen Welthits, in Deutschland hört man gerne österreichische Bands, und das bestverkaufte Album ist erneut von Helene Fischer.

Adele: Die britische Grammy-Gewinnerin kehrte zurück — und brach erneut Rekorde. Das Video zu „Hello“ ging durch die Decke: Deutscher Streaming-Rekord (3,5 Millionen Mal binnen einer Chartwoche) und bestes Videodebüt des Jahres bei YouTube (50 Millionen Clicks in den ersten 48 Stunden). Das Album „25“ wurde in den USA in den ersten drei Tagen rund 2,433 Millionen Mal verkauft. Und wie sind die Songs? Manche Kritiker zeigen sich enttäuscht, aber viele Fans bekommen, was sie wollen: große Melodien, große Gefühle — und vor allem eine große Stimme.

Deutscher Dance: „Cheerleader“, „Sugar“ oder „She Moves“ — die deutschen DJs Felix Jaehn, Robin Schulz und Alle Farben haben mit ihren Elektro-Hits in diesem Jahr Menschen auf der ganzen Welt zum Tanzen gebracht. Die Stars der Electronic Dance Music sind jung und haben keine Angst, Pop- Melodien zu recyclen. Mit „Ain‘t Nobody“, einem Remix des 80er-Klassikers von Chaka Khan, stand der 21-jährige Jaehn, der in der Nähe von Lübeck aufwuchs, acht Wochen auf Platz eins der Charts. Und mit „Cheerleader“ schaffte es Jaehn sogar auf Platz eins der US-Charts.

Pop aus Österreich: Österreichisch muss niemand können, um beim größten Hit von Wanda mitsingen zu können. Ein herausgegröltes „Amore!“ reicht. Ein Jahr nach ihrem Debüt legten die fünf Jungs ihr zweites Album vor — und der Hype war wieder enorm. Und dann ist da noch Bilderbuch, die zweite Wiener Erfolgsband, die 2015 mit ihrer unverbrauchten Art begeisterte. Kritiker überschlugen sich anlässlich des Albums „Schick Schock“ mit Lob. Die Alpenrepublik zeigte, dass sie Musik jenseits von Andreas Gabalier zu bieten hat.

Rock gegen Rechts: Die Ärzte landeten mit dem 22 Jahre alten Anti-Nazi-Song „Schrei nach Liebe“ auf Platz eins der Charts, die Toten Hosen rockten spontan im mecklenburgischen Jamel gegen Rechts und eine Schweigeminute für Flüchtlinge wurde zum Download- Hit: Die Situation der vielen Flüchtlinge ist auch an der Musik nicht vorbei gegangen.

Film-Hits: Millionen Zuschauer weltweit wollten die Sado-Maso-Romanze „Fifty Shades of Grey“ sehen. Und auch wenn der Film vielen belanglos erschien — der Soundtrack von Ellie Goulding „Love Me Like You Do“ blieb im Kopf. Und auch der Abräumer des Jahres lieferte den perfekten Film-Soundtrack: Sam Smith sang mit „Writing's On The Wall“ den erfolgreichsten James-Bond-Song aller Zeiten.

Neue deutsche Welle: Deutsche Schlager und deutscher Hip-Hop boomen schon länger, aber das gab es noch nie: Zum ersten Mal in der Geschichte der Charts waren die Top Ten der Albumplätze allesamt von deutschsprachigen Künstlern belegt. Anteil daran hatten etwa Sarah Connor, Xavier Naidoo, aber auch unbekanntere Musiker — etwa KC Rebell oder LX &

Maxwell.

Helene: Wer glaubt, dass ein Jahresrückblick mal ohne Helene Fischer auskommt, wird enttäuscht. Mit ihrem Album „Weihnachten“ eroberte sie innerhalb weniger Wochen den ersten Platz der deutschen Jahrescharts von GfK Entertainment. Und „Farbenspiel“, 2013 und 2014 ganz oben, kam als Vierter auch noch einmal unter die Top 5.

LN

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