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Lübeck Programm und Poetik

Das NDR Elbphilharmonie Orchester und Jan Lisiecki spielen Werke von Strauss und Schumann.

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Ausdrucksstarker Pianist: Jan Lisiecki.

Quelle: Axel Nickolaus

Lübeck. In der kommenden Saison wird das NDR Elbphilharmonie Orchester sechs Mal in Lübeck gastieren. Den Auftakt macht der Klangkörper morgen in der Rotunde der Musik- und Kongresshalle unter der Leitung des ersten Gastdirigenten Krzysztof Urbanski. Als Solist tritt der 1995 geborene polnisch-kanadische Pianist Jan Lisiecki auf.

LN-Bild

Das NDR Elbphilharmonie Orchester und Jan Lisiecki spielen Werke von Strauss und Schumann.

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Zum Saisonstart setzt das NDR Elbphilharmonie Orchester vor allem auf Richard Strauss. Bei ihm bildete sich ab Mitte der 1880er Jahre eine Leidenschaft für Tondichtungen aus, eine Leidenschaft, die zu höchster Instrumentationskunst und seinem Weltruhm führte. Für morgen stehen zwei seiner zehn vollendeten Tondichtungen auf dem Programm: „Don Juan“op. 20 und „Also sprach Zarathustra op. 30.

24 Jahre alt war Strauss, als er „Don Juan“ komponierte; neben sich auf dem Schreibtisch als literarische Inspirationsquelle das gleichnamige Versdrama von Nikolaus Lenau. So erzählt die Tondichtung wie der Text von den erotischen Wünschen des Frauenhelden Don Juan, einem archetypischen Macho.

Mit seiner Nietzsche-Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ komponierte Strauss acht Jahre später ein Werk, welches mit seiner Eröffnungsfanfare – spätestens seit Stanley Kubrick sie für seinen Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ als heroische Einleitungsmusik einsetzte – als ein Inbegriff klassischer Musik gilt. Als hätte Nietzsche es geahnt, dass seine Dichtung noch einmal als Vorlage dienen könnte, schrieb er 13 Jahre vor der Komposition: „Unter welche Rubrik gehört eigentlich dieser ,Zarathustra‘? Ich glaube beinahe, unter die ,Symphonien‘.“

Inmitten der beiden programmatischen Werke steht das Klavierkonzert in a-Moll op. 54 von Robert Schumann. Mit diesem auffallenderweise einzigen Klavierkonzert von Schumann – das Pianoforte war schließlich „sein“ Instrument – gibt Jan Lisiecki sein Konzert-Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester. Auch auf seiner jüngsten CD-Aufnahme spielt er das Konzert. Jenes darf, aufgrund seiner Einheit von Klavier und Orchester, als eines der romantischsten Klavierkonzerte betrachtet werden. „Ich glaube, dass die Musik für sich selbst spricht“, so Lisiecki.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr in der Rotunde der Musik- und Kongresshalle; Karten gibt es im Vorverkauf zu Preisen von 15,40 bis 40,70 Euro.

kar

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