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Rapper Jay-Z als Meister der Zeremonien

Hamburg Rapper Jay-Z als Meister der Zeremonien

„Fett“ dröhnen die Beats und Bässe, rhythmisch wippen die Goldkettchen der gestylten Fans im Takt über schlabbrigen Markenshirts.

Hamburg. „Fett“ dröhnen die Beats und Bässe, rhythmisch wippen die Goldkettchen der gestylten Fans im Takt über schlabbrigen Markenshirts. Was aber aus der Kehle des Meister erklingt, ist alles andere als jugendfrei oder politisch korrekt. „Fuck with me, you know I got it“, befiehlt Shawn Corey Knowles-Carter alias Jay-Z wie aufgezogen den knapp 10 000 Rap- Jüngern in der O2 World Hamburg.

Mit der obligatorischen Baseballcap auf dem Kopf scharwenzelt der Meister der tausend Zeilen unablässig in gebeugter Haltung vor einer Käfiglandschaft hin und her, in der sich Musiker verschanzen. Stargast ist Produzent Timbaland, dessen „Apologize“ einst sogar zu den Lieblingsliedern von Christian Wulff gehörte. Mithilfe seines Loopgeräts weiht der Soundtüftler die Zuschauer immer wieder in die hohe Kunst des Samplings und Beatboxings ein.

Während aus Sequenzern wummernde Drums, knarzende Soundeffekte und die Gesangsspuren von Stars wie Justin Timberlake abgerufen werden, gibt der New Yorker die abgebrühte Rampensau. Auf Geheiß von Jay-Z schreien die „Beautiful ladies in the house“ nach Leibeskräften, werden Schneisen aus Menschenleibern gebildet, deren Fraktionen in einer „Battle“ aufeinanderzulaufen. „Wie viele Millionen Platten ich auch verkauft habe, das hier bleibt unvergesslich für mich!“, behauptet Jay-Z. Seit 2008 ist er mit Pop-Diva Beyoncé verheiratet. Das schrillste Paar der Popbranche soll zusammen eine Milliarde Dollar besitzen. abö

LN

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