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Kultur im Norden Rassismus bei den Oscars?
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17:18 16.01.2016
Michael B. Jordan, Darsteller im Box-Film „Creed“.
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Los Angeles

Kaum waren die Nominierungen am Donnerstag in Los Angeles verkündet, fand sich beim Kurznachrichtendienst Twitter der Hashtag #OscarsSoWhite (Oscars so weiß).

„Bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 gab es mehr Vielfalt“, textete ein Nutzer. Ein anderer Kritiker schrieb im Internet über die „Unerträgliche Weißheit des Seins“. Der liberale Blog ThinkProgress merkte ironisch an, dass „Hollywood ganz eindeutig Fortsetzungen liebt: Das zweite Jahr in Folge bekommen null farbige Schauspieler Oscar-Nominierungen“.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Oscar-Nominierungen deshalb scharf kritisiert worden. Über die Nominierungen befanden 6000 Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood.

Die Präsidentin der Oscar- Akademie, Cheryl Boone Isaacs, zeigte sich betrübt über die wiederholte Nicht- Nominierung dunkelhäutiger Schauspieler. „Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte sie dem US-Portal „Deadline“ nach den Nominierungen. Aber das ändere nichts an der Größe der anderen nominierten Filme. Der Rächer- Thriller „The Revenant — Der Rückkehrer“ mit Leonardo DiCaprio geht als großer Favorit in die diesjährige Oscar- Verleihung.

Zu den schwarzen Schauspielern, denen zuvor Aussichten auf eine Nominierung eingeräumt worden waren, zählten Idris Elba für seine Rolle als afrikanischer Warlord in dem Kriegsdrama „Beasts of No Nation“, Will Smith für seine Rolle als Gerichtsarzt im Football-Drama „Concussion“ sowie Michael B. Jordan für seine Hauptrolle als junger schwarzer Boxer in „Creed — Rocky‘s Legacy“. Dass bei „Creed“ nur Silvester Stallone in seiner klassischen Rolle als Rocky Balboa für die beste Nebenrolle nominiert wurde, wurde im Netz scharf kritisiert.

Bis heute gibt es nur etwas mehr als ein Dutzend schwarzer Oscarpreisträger, darunter Sidney Poitier, Denzel Washington, Halle Berry, Morgan Freeman und Jennifer Hudson.

LN

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